{"id":702,"date":"2019-03-08T08:09:55","date_gmt":"2019-03-08T08:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/klimaandmore.de\/?page_id=702"},"modified":"2023-09-05T20:06:18","modified_gmt":"2023-09-05T20:06:18","slug":"erwachsene-berichten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/klimaandmore.de\/?page_id=702","title":{"rendered":"Erwachsene berichten"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem Bereich sammeln wir individuellen Erfahrungen und Erfolge unserer <strong>erwachsenen LeserInnen<\/strong>. Schreibt uns einfach eine E-Mail (susanne.kuehl@klimaandmore.de) und wir stellen Eure Texte hier online. Wir freuen uns auf Eure Beitr\u00e4ge &#8211; jeder ist klasse und wichtig! <\/p>\n\n\n\n<p>Eure Familie K\u00fchl<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Familie A. , Landkreis M\u00fcnchen<\/strong>: Familienurlaub in Schweden mit dem Zug \u2013 kann das funktionieren? (September 2023)<br><br>Dass wir, eine vierk\u00f6pfige Familie mit zwei S\u00f6hnen (11 und 15) aus dem Landkreis M\u00fcnchen, mal nach Schweden wollen, war gesetzt. Zudem hatten wir einige Tage Zwischenstopp in Kopenhagen und Berlin eingeplant. Allerdings hatten wir wenig Lust, die ganze Strecke mit dem Auto zur\u00fcckzulegen.\u00a0\u00a0<br>So entstand die Idee, wenn wir schon zwischen den Metropolen M\u00fcnchen, Berlin, Kopenhagen unterwegs sind, warum nicht mal die Bahn probieren? Nur unser Ferienhaus in Schweden, das war \u00f6ffentlich unerreichbar, f\u00fcr die &#8222;letzte Meile&#8220; sollte also ein Mietwagen her.\u00a0<br>Gesagt, getan: Hotelbuchungen in den St\u00e4dten waren mit entsprechendem Vorlauf auch noch zu vern\u00fcnftigen Preisen m\u00f6glich, das Ferienhaus in Schweden auch rasch gefunden.\u00a0<br>Die Zugfahrt mit dem \u00d6BB Nightjet im Liegeabteil bis Hamburg konnten wir online am \u00d6BB Portal buchen, der D\u00e4nisch-Deutsche Anschluss-IC Hamburg-Kopenhagen war &#8222;aus technischen Gr\u00fcnden&#8220; nicht im Verbund mit buchbar. &#8222;Bitte wenden Sie sich ans \u00d6BB Kundencenter vor Ort in \u00d6sterreich, oder rufen Sie an&#8220;. Also gut, wir buchten nur den Nightjet, den IC dann bei Bahn.de. Ob das mit dem Entfall der Zugbindung dann klappt, falls wir den Anschlusszug in Hamburg nicht erreichen? Unklar. Wir lie\u00dfen es drauf ankommen und bauten 2 Stunden Puffer ein, schlie\u00dflich gibt es im Hamburg ja auch immer was zu sehen.\u00a0<br>Beim Buchen des IC Hamburg-Kopenhagen die n\u00e4chste \u00dcberraschung: Ich kann zwar ein Ticket f\u00fcr 2 Erwachsene, oder auch f\u00fcr 1 Erwachsenen und 1 oder 2 Kinder buchen, aber keines f\u00fcr 2 Erwachsene und 2 Kinder. &#8222;Aus technischen Gr\u00fcnden&#8220;. Seltsam. Egal, kauf ich eben eines f\u00fcr mich und eines der Kinder, ein zweites f\u00fcr meine Frau und das zweite Kind. Allerdings hat es mich einige Zeit im Internet gekostet, diesen Workaround zu finden. Grenz\u00fcberschreitende Familienreisen scheinen l\u00e4ngst noch kein Standard zu sein.\u00a0<br>Dann ab Malm\u00f6 f\u00fcr 1 Woche den Mietwagen gebucht, f\u00fcr den R\u00fcckweg die Nachtf\u00e4hre Trelleborg-Rostock, und den ICE Berlin-M\u00fcnchen. Der Rest muss spontan gehen. F\u00fcr Rostock-Berlin und die Stadtfahrten bekamen alle in der Familie ein 49\u20ac Ticket. Dabei habe ich auch gelernt, dass es hier keine Familien-Kindermitnahme und auch keine Sch\u00fclererm\u00e4\u00dfigungen gibt, also 3x 49\u20ac (ich habe sowieso eines). Passt.\u00a0<br><br><strong>Soweit die Theorie. Und die Praxis?<\/strong><br>Die \u00d6BB schickt mir t\u00e4glich eine Mail mit der Info, dass sich unsere Abfahrt m\u00f6glicherweise ge\u00e4ndert hat, ich solle bitte regelm\u00e4\u00dfig online die Zeiten checken. Und &#8211; Schreck lass nach &#8211; der Zug taucht gar nicht mehr auf f\u00fcr die Strecke M-HBF -> HH-HBF. Ich finde raus, dass er eine Stunde sp\u00e4ter f\u00e4hrt, statt M-HBF ab M-Ost. Reservierung und Karten bleiben g\u00fcltig, erfahre ich von der Hotline mit langer Wartezeit, aber funktionierendem R\u00fcckrufservice.\u00a0<br>Wir starten also mit 30min Puffer (man wei\u00df ja nie, wie p\u00fcnktlich die S3 so ist) daheim los, jedes Familienmitglied einen Rollkoffer, zum S-Bahnhof. Alles prima, alles p\u00fcnktlich. Um 22.50 soll der Nightjet fahren. Wegen Arbeiten in Tirol 30 min. Versp\u00e4tung, die sollen aber reingeholt werden und die Ankunft p\u00fcnktlich um 8:47h unver\u00e4ndert bleiben. &#8222;Fahrg\u00e4ste nach Hamburg bitte im vorderen Zugteil, der Zug wird in N\u00fcrnberg geteilt, der andere Teil f\u00e4hrt nach Amsterdam&#8220;. Vorne ist aber da, wo es gewesen w\u00e4re, w\u00e4re der Zug wie geplant im Sackbahnhof M-HBF losgefahren. So ist am Durchgangsbahnhof M-Ost jetzt vorne hinten und hinten vorne. Wir \u00fcben uns im Fragen und Laufen, erreichen aber unser Schlafabteil gut.\u00a0<br><br>Entgegen unserer Erwartung haben wir mit gelegentlichen Unterbrechungen (massive Rangiervorg\u00e4nge in N\u00fcrnberg) sogar etwas geschlafen. Hamburg p\u00fcnktlich, 2 Stunden Zeit, Kurzbesuch Speicherstadt. IC nach Kopenhagen ca. 15 min sp\u00e4ter, ziemlich voll, gut dass wir Platzreservierung haben. U-Bahn Fahren in Kopenhagen ist toll! Keinerlei Eile, kein Gedr\u00e4nge, es f\u00e4hrt eh alle 2 Minuten was. Die Bahnh\u00f6fe sch\u00f6n und sauber, mit sicheren Bahnsteigt\u00fcren. Tickets f\u00fcr die ganze Familie und 3 Tage gibt&#8217;s in einer gut verst\u00e4ndlichen App. Auch eine Stadterkundung mit dem Mietrad auf den exzellenten Radwegen der Stadt macht dem gro\u00dfen Sohn Spa\u00df. Hier kann auch M\u00fcnchen (das diesbez\u00fcglich auch Fortschritte macht, so ist es ja nicht) noch was abgucken.\u00a0<br>Auch die \u00dcberfahrt nach Malm\u00f6 ist problemlos &#8211; wieder, wie k\u00f6nnte es anders sein &#8211; mit Ticket-App.\u00a0<br>Mietwagen in Schweden: gut, dass wir reserviert haben, spontan keine Chance. Dann mit dem Auto immer sch\u00f6n vorsichtig, die Strafen bei Tempos\u00fcnden sind erheblich. Autobahn, 110 km\/h, mehr ist nicht erlaubt, man f\u00e4hrt entspannt und ich pers\u00f6nlich kann mich damit anfreunden.\u00a0\u00a0<br>Ebenso p\u00fcnktlich und zuverl\u00e4ssig der Zug zur F\u00e4hre. Die l\u00e4sst uns erstmal eine Stunde l\u00e4nger als geplant im Warteraum sitzen, kommt dann aber nach einer angenehmen Nacht-\u00dcberfahrt p\u00fcnktlich in Rostock an. Fr\u00fchst\u00fcck und dann mit dem RE weiter nach Berlin. 30 Min. versp\u00e4tete Ankunft wegen Wartens auf irgendwelche Zubringerz\u00fcge. Verschmerzbar, haben ja Urlaub und brauchen in Berlin keinen Anschluss.<br>3 Tage Berlin, der in die Jahre gekommene \u00d6PNV ist schon ein ziemlicher Kontrast zu Kopenhagen.\u00a0<br>Vorletzte Reiseetappe: ICE. Geplante Abfahrt 13.34h. Die Anzeige sagt Versp\u00e4tung, Abfahrt ca. 13:50. Also bleibe ich bei den Koffern, der Rest der Familie geht am Bahnhof bummeln. Und &#8211; Schreck lass nach &#8211; um 13:20h f\u00e4hrt unser ICE ein. Der Schaffner beruhigt mich, zu fr\u00fch sei bei der DB noch kein Zug abgefahren :-). Na gut. Ich rufe die Familie zusammen, wir sitzen p\u00fcnktlich im Zug. Durchsage: Personalwechsel, wir warten noch auf den neuen Zugf\u00fchrer. Dann, kurz nach 14.00h, also etwas 30min versp\u00e4tet, Abfahrt. Bis auf 10 min. holen wir bis M\u00fcnchen alles wieder rein.\u00a0<br>M\u00fcnchen HBF: Stammstrecke dauerhaft gesperrt, wussten wir aber schon. Also U-Bahn und dann von Giesing heim, wie geplant sind wir gegen 19.00 zuhause.\u00a0<br><br><strong>Fazit:<\/strong><br>&#8211; Ja, es geht! Man kann mit der Bahn Urlaub machen. Sehr gut sogar, und wenn man mal auf seinem Platz sitzt, kann man im ICE sch\u00f6n lesen, mit der Familie Karten spielen oder Musik h\u00f6ren. Auch das WLAN funktioniert inzwischen meist. Die Fahrt sollte man nicht als l\u00e4stigen \u00dcberhang zum eigentlichen Urlaub begreifen, sondern die Reisen von Ort zu Ort m\u00fcssen hier Teil des Urlaubs sein. Nur mit dieser Einstellung macht&#8217;s auch Spa\u00df.<br>Allerdings will so ein Urlaub sorgf\u00e4ltig geplant sein, wer das alles &#8222;ganz spontan&#8220; machen will mit der Bahn, muss mutiger sein als wir.\u00a0<br>&#8211; \u00dcber Versp\u00e4tungen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung 30 Min. darf man sich nicht \u00e4rgern, die sollte man auch immer einplanen.\u00a0<br>&#8211; Davon abgesehen sind wir \u00fcberall angekommen, wie wir das geplant hatte, und konnten alle Urlaubsaktivit\u00e4ten wie gew\u00fcnscht realisieren.\u00a0<br>&#8211; Im (Nord-)europ\u00e4ischen Vergleich hat Deutschland Luft nach oben bei P\u00fcnktlichkeit und Takt. Wir sind aber besser als mancher uns glauben machen will. Wir haben die Reise jedenfalls nicht bereut.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"857\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Bildschirm\u00adfoto-2023-09-05-um-21.00.04-857x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4601\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Bildschirm\u00adfoto-2023-09-05-um-21.00.04-857x1024.png 857w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Bildschirm\u00adfoto-2023-09-05-um-21.00.04-251x300.png 251w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Bildschirm\u00adfoto-2023-09-05-um-21.00.04-768x917.png 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Bildschirm\u00adfoto-2023-09-05-um-21.00.04.png 1194w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Conny Schweickhard aus Innsbruck:&nbsp;<\/strong>Eine Woche vegan \u2013 mein pers\u00f6nliches Experiment. <strong>Vorgedanken<\/strong>: Jedes Mal, wenn ich einkaufen gehe, fallen mir verschiedene Dinge auf: Warum muss so viel Obst und Gem\u00fcse eingepackt werden, obwohl es eine nat\u00fcrliche Verpackung hat? Warum kostet der Liter Kuhmilch weniger als der Liter Pflanzenmilch? Sollten tierische Produkte nicht viel teuer sein als Pflanzliche? Schon immer habe ich beim Einkaufen darauf geachtet, bewusst einzukaufen und &#8211; wenn m\u00f6glich \u2013 vegetarisches Lebensmittel und diese m\u00f6glichst unverpackt zu w\u00e4hlen. Immer wieder lese ich Berichte dar\u00fcber, wie sich die Regenwaldzerst\u00f6rung, die Zerst\u00f6rung der gr\u00fcnen Lungen der Welt, negativ auf das Klima auswirkt. Doch, wieso wird \u00fcberhaupt der Regenwald abgeholzt? Dieses Thema wurde ja auch <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=1835\">hier<\/a> auf diesem Blog schon aufgegriffen und&nbsp;&nbsp;generell gilt: der Konsum tierischer Produkte f\u00fchrt zu mehr Treibhausemissionen als der Konsum nicht-tierischer Produkte. Deshalb setzte ich mir das Ziel, mich eine Woche lang vegan zu ern\u00e4hren.&nbsp;<strong>Die Woche selbst<\/strong>: Wichtig war mir in diesem Selbstexperiment, auf eine gesunde und ausgewogene Ern\u00e4hrung mit ausreichend Proteinen zu achten. Proteine, welche h\u00e4ufig in K\u00e4se oder Eiern zu finden sind, fallen nat\u00fcrlich weg. Deshalb habe ich darauf geachtet, viele H\u00fclsenfr\u00fcchte sowie N\u00fcsse zu mir zu nehmen. N\u00fcsse eignen sich auch hervorragend als Snack f\u00fcr die Arbeit oder Uni. Ein besonders praktischer Snack haben f\u00fcr mich vegane Haferkekse dargestellt: Dazu einfach Haferflocken mit Pflanzen\u00f6l mit etwas Zucker und einer Banane so vermengen das eine leicht klebrige Masse entsteht. B\u00e4lle formen und f\u00fcr 20 Minuten ab in den Ofen. Ich heize den Ofen nicht vor, sondern stelle ihn ab dem Moment, in dem das Blech drinnen ist auf 180 Ober- und Unterhitze und warte einfach die 20 Minuten ab. Solltet ihr auf den extra Zucker verzichten wollen, einfach durch Bananen ausgleichen. Um Zeit zu sparen, habe ich generell immer mehr gekocht als ich brauchte, um dann am n\u00e4chsten Tag vorgekochtes Essen f\u00fcr unterwegs zu haben. Die Woche vegan zu leben, stellte sich als relativ unproblematisch dar, problematischer hingegen war das Einkaufen. Viele herk\u00f6mmliche Superm\u00e4rkte, zumindest hier in Innsbruck, f\u00fchren noch nicht so viele \u201eErsatzprodukte\u201c, weshalb ich f\u00fcr manche Gerichte mehrere Superm\u00e4rkte aufsuchen musste, was wiederum mehr Zeit kostete. Hier macht es Sinn, sich im Voraus seinen Wocheneinkauf zu planen und nicht (so wie ich) fast t\u00e4glich einkaufen zu gehen. Ein weiteres Problem war f\u00fcr mich das Essen im Restaurant. In l\u00e4ndlicheren Gebieten tut man sich als Vegetarier schon schwer, aber vegane Speisen auf der Karte zu finden, ist noch schwerer, was auf Dauer frustrierend sein kann. Alles in allem haben sich die&nbsp;<strong>Hauptprobleme auf das Einkaufen beschr\u00e4nkt<\/strong>. Ersatzprodukte f\u00fcr Milch oder Joghurt sind nur in Plastikverpackungen erh\u00e4ltlich und h\u00e4ufig (gerade bei konventionellen Ersatzprodukten) fand ich es schwer, transparent zu sehen, woher die Inhaltsstoffe stammten, vor allem bei der Sojamilch. Generell fand ich das Experiment sehr interessant, durch den etwas erh\u00f6hten Einkaufsaufwand strukturiert man aber seine Eink\u00e4ufe automatisch besser und kann dadurch eventuell am Ende sogar Zeit sparen. Kreativer bei der Zubereitung meiner Gerichte hat mich das Experiment auf jeden Fall auch gemacht. Inspiration dazu habe ich mir auf meinem Lieblingsblog \u201e<a href=\"https:\/\/utopia.de\/galerien\/leckere-vegane-rezepte-fuer-jeden-geschmack\/\">Utopia<\/a>\u201c geholt. Suchmaschinen liefern noch viele andere vegane Rezepte, bei denen sicher jeder f\u00fcndig wird.&nbsp;<strong>Wie geht es weiter?<\/strong>&nbsp;Die Woche vegan zu leben, war eine gro\u00dfartige Erfahrung und ich m\u00f6chte in Zukunft Teile davon beibehalten. Generell ist mein Plan, die Wocheneink\u00e4ufe vorzuplanen, und jeweils zwei Wochen im Monat vegan zu essen. Ausnahmen habe ich f\u00fcr Restaurantbesuche vorgesehen, aber ich denke auch da wird sich in den n\u00e4chsten Jahren einiges tun. Die anderen zwei Wochen werde ich je nach Lust und Laune essen, wobei ich auch hier immer darauf achte, m\u00f6glichst wenig tierische Produkte zu konsumieren. Nat\u00fcrlich kann man argumentieren, dass es keinen gro\u00dfen Einfluss auf das Klima hat, wenn ich alleine mich eine Woche vegan ern\u00e4hre. Wenn nun aber viele Menschen ihren Konsum tierischer Produkte reduzieren w\u00fcrden, dann k\u00f6nnte die Rechnung schon wieder ganz anders aussehen \u2013 denn jedes Essen z\u00e4hlt! Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spa\u00df gemacht und neue Wege aufgezeigt. Folglich kann ich nur empfehlen, es einmal selbst auszuprobieren.&nbsp;(Juni 2020)<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"280\" height=\"399\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/conny-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3106\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/conny-1.png 280w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/conny-1-211x300.png 211w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Conny S.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Angelika N. aus Bietigheim:<\/strong>&nbsp;Mein Wunsch an Silvester war, im Jahr 2020 meine pers\u00f6nliche CO2 -Bilanz zu verbessern. Da ich privat und bei meinen ehrenamtlichen Dienstreisen h\u00e4ufig mit dem Auto zwischen Achern, Karlsruhe und Blaustein bei Ulm unterwegs bin, wollte ich in diesem Bereich den Hebel ansetzen. So entstand mein Projekt, im neuen Jahr mindestens 4 Wochen auf das Auto zu verzichten.&nbsp;Wenn man auf das Auto verzichtet, ergeben sich zwangsl\u00e4ufig die unterschiedlichsten Varianten zur Mobilit\u00e4t \u2013 so meine Erfahrungen zu den ersten 4 Wochen meiner autofreien Tage. Mit Fahrrad, Bahn und Bus bin ich ganz flexibel unterwegs und kann Wege nutzen, von denen Autofahrer nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Auf meiner kombinierten&nbsp;<strong>Ausflugsreise von Karlsruhe nach Blaustein<\/strong>  erfuhr ich vom netten Zugbegleiter im Radexpress zwischen Stuttgart und Geislingen, dass man das Fahrrad in diesen ger\u00e4umigen Z\u00fcgen in Baden-W\u00fcrttemberg neuerdings kostenlos ab 9.00 Uhr morgens mitnehmen darf. Am Hauptbahnhof Ulm wurde ich schnell auf einem sehr gut beschilderten und sicheren Weg entlang der Blau Richtung Blaustein geleitet. Auf diesem idyllischen Radweg, weg vom motorisierten Stra\u00dfenverkehr,&nbsp;f\u00fchrt die Trasse entlang von Almen und Krautg\u00e4rten, quert die Blau \u00fcber eine abenteuerliche Holzbr\u00fccke und zieht sich dann in Blaustein hoch ins Sonnenfeld.&nbsp;Bei einer&nbsp;<strong>Dienstreise radelte ich von Bietigheim\/Baden nach Tiergarten\/Oberkirch.<\/strong>&nbsp;Auch hier wieder der Vorteil, dass diese Fahrt mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln optimal zu kombinieren ist. Von Rastatt nach Achern ging\u00b4s per Bahn und dann mit dem Fahrrad ins Obstparadies der Ortenau. Die Radwege nach Oberkirch, optimal ausgeschildert, f\u00fchren durch eine sonnenverw\u00f6hnte Obst- und Kulturlandschaft. Landwirtschaftliche Begleitwege bieten dem Fahrradfahrer eine stressfreie, flotte Fortbewegung vorbei an Direktvermarktern und Hofl\u00e4den. Dazwischen bemerke ich lesenswerte Kommentare zum intensiven Erwerbsanbau in Baden-W\u00fcrttemberg. Vermutlich sollen diese Hinweise den Vorbei-radelnden nicht entgehen. Kurz danach \u00fcberrascht mich mitten in der Stadt Achern ein Ziegenhinweisschild. In einem weitl\u00e4ufigen Garten werden hier die Zweige und Nadeln mehrerer ausgedienter Weihnachtsb\u00e4ume von zwei Ziegen fein s\u00e4uberlich abgenagt und gelangen auf diese Art und Weise wieder in den Kreislauf der Natur. Autofrei bewege ich mich in mehreren Etappen entlang der Rheinebene weiter. Zwischen Karlsruhe und Rastatt ist der Radweg auf dem geschotterten Hochwasserdamm sehr vielseitig. Die Strecke regt wie keine andere zum Genie\u00dfen und Schauen in der freien Natur an. Stille Altrheinarme und Baggerseen laden zum Verweilen und zum Spielen ein. Da der Radweg nahezu eben, ortsfern und abseits vom Verkehr verl\u00e4uft, ist er auch f\u00fcr<strong>&nbsp;Familientouren<\/strong>&nbsp;hervorragend geeignet. Konfrontiert wird man als aufmerksamer Radfahrer allerdings mit der Abholzung im Naturschutzgebiert des Rheindamms bei Au, die sich \u00fcber mehrere Kilometer hinweg erstreckt. Laut Aussage des Regierungspr\u00e4sidiums Karlsruhe handelt es sich um eine notwendige Ma\u00dfnahme im Rahmen der Sanierung des Hochwasserdamms. Radelnderweise beende ich die Fahrten durch die Rheinebenen in der Lichtentaler Allee in Baden-Baden. Die prachtvolle Park- und Gartenanlage ist schon jetzt im Februar eine bl\u00fchende Visitenkarte der Stadt. Krokusse, Narzissen und Wildtulpen machen auf sich aufmerksam und werden demn\u00e4chst den historischen B\u00e4umen einen bunten Teppich zu F\u00fc\u00dfe legen. Eingerahmt von den sch\u00f6nsten Denkm\u00e4lern und korinthischen S\u00e4ulen wird die Allee sich demn\u00e4chst in die Liste der Weltkulturerbe einreihen. Hier, mit meinem liebgewonnen \u201eRadl\u201c, freue ich mich \u00fcber die Erlebnisse der letzten 4 Wochen und warte gemeinsam mit dem russischen Schriftsteller Turgenjew auf die \u00dcberraschungen des Fr\u00fchlings.&nbsp;<strong>Fazit:&nbsp;<\/strong>Die guten Vors\u00e4tze f\u00fcrs neue Jahr konnte ich bereits umsetzen. Meinen urspr\u00fcnglichen Vorsatz, 4 Wochen durchzuhalten, habe ich auf 8 Wochen ausgedehnt. Die Umstellung auf Fahrrad und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel ist mir auch deshalb leichtgefallen, weil ich das Fahrradfahren genie\u00dfe und bei den Fahrten in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut entspannen kann. Am meisten hat mich aber auf meinem \u201eRadel\u201c die Verbundenheit mit der Natur erfreut. Dar\u00fcber hinaus haben mein Mann und ich beschlossen, zuk\u00fcnftig alle Fahrten im n\u00e4heren Umkreis unseres Wohnorts mit den Fahrr\u00e4dern und den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu unternehmen, was uns seit Anfang M\u00e4rz auch gelingt. Wir sehen darin einen kleinen Beitrag f\u00fcr 2020, mehr auf die Umwelt zu achten. (22. M\u00e4rz 2020)<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2020-03-20-Autofrei-fahren.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2854\" width=\"329\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2020-03-20-Autofrei-fahren.jpg 567w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2020-03-20-Autofrei-fahren-213x300.jpg 213w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Angelika N. <br><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Anna S. aus T\u00fcbingen, 22 Jahre:<\/strong> Mit meinem eigenen Sprit durch Deutschland \u2013 klimafreundlich reisen. Als ich als Reisende nach dem Abitur neun Monate in Kroatien verbrachte, wurde ich immer wieder nach meiner Heimat Deutschland gefragt. Die meisten verbanden Deutschland mit Bayern, Lederhosen, Dirndl, Wei\u00dfwurst und Sauerkraut. Dieses eint\u00f6nige Bild entt\u00e4uschte mich, doch konnte ich damals noch kein anderes Bild zeichnen. Mein wenig aussagekr\u00e4ftiges Argument:&nbsp;<em>Deutschland ist viel mehr als Bayern. Oben an der K\u00fcste verstehe ich auch niemanden \u2013 Deutschlands Regionen sind vielf\u00e4ltig<\/em>. Was bringt es mir, durch die Welt zu reisen, andere L\u00e4nder kennen zu lernen, wenn ich so wenig Ahnung von den Regionen um mich herum habe. Mein Entschluss war gefasst: Ich wollte durch Deutschland reisen, hautnah erleben. Doch wie reisen? Mein B\u00fccherregal ist voll von Reiseberichten mit alternativen Transportmitteln wie dem Segelboot, dem Fahrrad, zu Fu\u00df. Kleine und gro\u00dfe Abenteuer. Ich wollte mein eigenes Abenteuer vor der Haust\u00fcr &#8211; <strong>mit dem Fahrrad durch Deutschland reisen!<\/strong> Im vergangenen Sommer schaffte es diese Idee endlich Wirklichkeit zu werden. Ich baute bei meinem alten Stadtfahrrad den Gep\u00e4cktr\u00e4ger ab und montierte ihn an mein jetziges Mountainbike \u2013 mein Ein-und-alles! \u00dcbernachten wollte ich bei Freunden, Familie, mit dem Zelt (ein Ein-Frau-Zelt \u2013 meine neuste Errungenschaft, super leicht und kompakt) auf Campingpl\u00e4tzen und bei netten Menschen auf der Couch.&nbsp;<strong>Meine Reiseroute verband Menschen und Orte<\/strong>, die ich besuchen wollte. L\u00fcneburg, Hamburg, Eckernf\u00f6rde, Kiel, L\u00fcbeck, Braunschweig, Hildesheim, Weimar. Dazwischen immer mal wieder \u00dcbernachtungen, da die Hauptpunkte zu weit auseinander lagen. Fast drei Wochen war ich unterwegs, machte halt bei Freunden und Verwandten, bei denen ich einige Tage blieb. <strong>Ich traf super nette, interessante Menschen und lernte neue Regionen kennen<\/strong>. Bei meinem ersten Versuch zu campen, legte ich einen Zwischenhalt auf dem Weg zur Ostseek\u00fcste ein. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3096\" width=\"354\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1-300x225.jpg 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Ein kleiner Stopp am Strand von Eckernf\u00f6rde. Foto: Anna S.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In einer kleinen Ortschaft baute ich bei str\u00f6menden Regen mein Zelt auf und versuchte mich im Baderaum des Campingplatzes zu w\u00e4rmen. Wenig sp\u00e4ter lag ich eingekuschelt und frierend in meinem klammen Schlafsack, als eine Stimme von drau\u00dfen fragte, ob ich einen Tee haben wolle. Ein nettes Ehepaar aus den Niederlanden lud mich in ihren Wagen ein, ich bekam Tee und wir unterhielten uns eine Stunde lang. In Eckernf\u00f6rde lebten Kindheitserinnerungen wieder auf, in L\u00fcbeck lernte ich einen bisher wenig bekannten Teil meiner Familie kennen und entdeckte das tolle Europ\u00e4ische Hansemuseum (-&gt; kann ich nur empfehlen!). Auch wenn ich einige Tage klitschnass stundenlang auf Feldwegen fuhr, am Kanal 80km gegen den Gegenwind k\u00e4mpfte (leider reiste ich erst im September, als das Wetter bereits in herbstliche T\u00f6ne umschlug) und nach drei Wochen nicht mehr allein Fahrrad fahren wollte \u2013 war diese Reise total cool, lehrreich, spannend! Reisen mit dem Rad, der eigene Motor sein zu k\u00f6nnen und alles, was man braucht, selbst zu transportieren, ist ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl und macht innerlich ein bisschen stolz. Auch die Sorge vieler, mit der Bahn in den Norden zu kommen, das ganze Gep\u00e4ck (ein Fahrrad, zwei Satteltaschen, oben drauf ein Zelt und eine Isomatte, und eine kleine Tasche am Lenker) aus den Z\u00fcgen raus und rein zu bugsieren \u2013 alles kein Problem! Denn \u00fcberall gibt es nette Menschen, die helfen, sich \u00fcber Gespr\u00e4che freuen oder bei Versp\u00e4tung mit einem Karten spielen. Und ja es gibt auch sehr hilfsbereite Bahnmitarbeiter! <strong>Fahrrad reisen \u2013 macht stolz, fit und ist klimafreundlich<\/strong>, denn das einzige was verbrannt wird, sind die eignen Kalorien! Die Regionen um einen herum entdecken \u2013 ist sehr spannend! Und ein weiterer Pluspunkt: man spart Sprit- oder Fahrtkosten! Wenn man dann auch noch bei Menschen auf der Couch \u00fcbernachtet (\u00fcber die Website Couchsurfing), spart man nicht nur \u00dcbernachtungskosten, sondern trifft auch noch einzigartige Menschen, wunderbare Begegnungen.&nbsp;Mein Fahrrad war davor und ist noch viel mehr danach mein Lieblingstransportmittel. Au\u00dfer, wenn es auf Berggipfel geht: Da bevorzuge ich meine F\u00fc\u00dfe und lasse den Drahtesel unten stehen. Wenn es mal schneller gehen muss, liebe ich es, im Zug zu sitzen, arbeiten zu k\u00f6nnen und die meist &#8222;Wlan-freie Zeit&#8220; nutzen zu k\u00f6nnen. Oder einfach mal aus dem Fenster zu schauen und die Landschaft an einem vorbei flitzen zu sehen, ohne dabei auf die Stra\u00dfe und den Verkehr achten zu m\u00fcssen. Und sind wir doch mal ehrlich: manchmal dienen die Fahrzeiten der \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel als gute Begr\u00fcndung, einem schlechten Date zu entkommen oder man trifft nette Menschen und lustige Begegnungen im Bus. Meine Meinung: Reduziert die Verpackungen um Euch herum und fahrt mit dem Fahrrad, dem Bus, dem Zug oder geht zu Fu\u00df.&nbsp;<strong>Man sieht mehr, trifft mehr und erlebt mehr!&nbsp;<\/strong>(Januar 2020)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"504\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/AnnaSchneider_1-1024x504.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3088\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/AnnaSchneider_1-1024x504.png 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/AnnaSchneider_1-300x148.png 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/AnnaSchneider_1-768x378.png 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/AnnaSchneider_1.png 1949w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Links: Tr\u00e4umend durch die Luft fliegen in Hamburg \u2013 noch ganz am Anfang meiner Tour. Rechts: Endlich in L\u00fcbeck \u2013 nach einem ganzen Tag im Regen und dann auch noch verfahren, so dass ich 10 km extra gemacht habe. Fotos: Anna S.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Tobias B. aus Ulm-M\u00e4hringen:<\/strong> Obwohl ich 23 Jahre alt bin, habe ich weder F\u00fchrerschein noch Auto und nehme <strong>Bus und Bahn,<\/strong> um mich von A zu B fortzubewegen. Vor ein paar Wochen habe ich mir ein gebrauchtes, aber sehr gut erhaltenes <strong>Pedelec<\/strong>  von meinem kleinen Ersparten gekauft und bin begeistert! Nun bin ich v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von Fahrpl\u00e4nen und komme schnell und flexibel zu meinen Zielorten, zwischen denen ich den einen oder anderen Berg \u00fcberwinden muss. Und, seien wir mal ehrlich: Die meisten Strecken, die wir tagt\u00e4glich zur\u00fccklegen, sind um die 5 km lang und da macht es zeitlich keinen gro\u00dfen Unterschied, ob wir das Auto oder das Pedelec nehmen. Und: an meinem Beispiel sieht man auch, dass man auch mit einem <strong>kleinen Geldbeutel umweltfreundlich und dabei gl\u00fccklich<\/strong>  leben kann. Von dem her: raus aus dem Auto und rauf aufs Rad \u2013 das hilft mir und meiner Generation f\u00fcr unser Zukunft! Danke sch\u00f6n! (14. Juli 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Selina V., Studierende aus Ulm: <\/strong>Ich kann mich daran erinnern, dass ich bereits in der Grundschule \u00fcber Nachhaltigkeit im Alltag aufgekl\u00e4rt wurde. Damals gab es eine Themenwoche, welche \u00fcber den t\u00e4glichen Wasserverbrauch aufkl\u00e4rte: Seit dieser Projektwoche versuche ich so <strong>wenig Wasser<\/strong> wie m\u00f6glich zu verschwenden!&nbsp;Mit dem Thema <strong>Fleisch<\/strong> habe ich mich sehr lange und ausgiebig besch\u00e4ftigt, ich bin zwar kein Vegetarier geworden aber dennoch versuche ich so wenig wie m\u00f6glich davon zu konsumieren. Ich selbst koche nie Fleisch (1 Mal in den letzten 9 Monaten, vom Metzger), wenn dann esse ich es wenn ich bei meinen Eltern zu besuch bin. Ich habe vor einiger Zeit meine Familie gebeten, Fleisch bei dem ortsans\u00e4ssigen Metzger zu kaufen, um nicht die Massentierhaltung und deren grausame Haltungsformen zu unterst\u00fctzen. Problem dabei: auch hier muss man darauf achten wo das Fleisch herkommt! Eine weitere Besonderheit in meinem Leben ist, ich kaufe keine Aufbackbr\u00f6tchen, sondern mache sie selbst wenn ich Zeit habe! Schmeckt prima und klappt mit den meisten Mehlsorten (auch Dinkel und Roggen). Allgemein versuche ich immer frisch zu kochen und greife nur bei Fisch ab und zu auf Tiefk\u00fchlware zur\u00fcck. Selbst ich, als Studentin, versuche auch im Supermarkt auf <strong>regionale Produkte<\/strong> auszuweichen und achte auch darauf <strong>saisonale Obst und Gem\u00fcse<\/strong> Angebote wahr zu nehmen. Mir ist es auch wichtig bei meinem Einkauf darauf zu achten, dass eine Bio-Gurke nicht in einer Plastikh\u00fclle verpackt ist und auch bei allen anderen Gem\u00fcsesorten w\u00e4hle ich, wenn m\u00f6glich, die Produkte mit der <strong>geringsten Plastikverpackung<\/strong> aus. Generell versuche ich es, Plastikt\u00fcten zu vermeiden und bringe lieber von Zuhause einen Korb mit. \u00d6l und Essig zum Kochen kaufe ich nur in Glasflaschen.&nbsp;Mein n\u00e4chster Angriffspunkt wird sein: <strong>Keine Einweg PET Flaschen<\/strong> mehr! (das wird wohl schwer f\u00fcr mich&#8230; ). Seit mich das Thema Klimawandel mehr besch\u00e4ftigt, fahre ich sehr viel mehr mit den <strong>\u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln<\/strong> als fr\u00fcher und nutze auch Plattformen wie <strong>Blabla Car<\/strong> um die Autofahrten so effizient wie m\u00f6glich zu machen. (11. Juni 2019)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daniela und Antje aus Asperg:<\/strong> Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chten wir zwei uns ganz herzlich bei euch bedanken.&nbsp;<strong>Wir finden euren Blog wirklich einzigartig gut!&nbsp;<\/strong>Es gelingt euch, eure Leser*innen die allgegengew\u00e4rtigen Themen zum Klimaschutz auf eindrucksvolle Art und Weise zu vermitteln. Wir sehen den Hauptgrund dieser These in eurer absolut menschlichen und sympathischen Art die nachhaltigen Themen allen verst\u00e4ndlich n\u00e4her bringen zu wollen! Man nimmt euch uneingeschr\u00e4nkt ab, f\u00fcr was ihr einsteht! Danke\u2026 Auch wir besch\u00e4ftigen uns seit Jahren mit \u201egr\u00fcnen Themen\u201c:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Wir nutzen Gr\u00fcnstrom und LED Lampen&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>In die Stadt fahren wir mit der Bahn<\/li>\n\n\n\n<li>Zur Arbeit immer h\u00e4ufiger mit dem Rad&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Flugreisen sind seit langem nicht geplant&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Wir nutzen den W\u00e4schetrockner so wenig wie m\u00f6glich&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Beim Z\u00e4hneputzen etc. achten wir auf einen m\u00f6glichst geringen Wasserverbrauch<\/li>\n\n\n\n<li>Wir unterst\u00fctzen durch Mitgliedschaft Greenpeace Kampagnen und, ebenfalls durch Mitgliedschaft f\u00f6rdern wir eine artgerechte Tierhaltung und setzen uns f\u00fcr Tierschutzhemen ein<\/li>\n\n\n\n<li>Vegetarische Ern\u00e4hrung gilt f\u00fcr eine von uns&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Der Einkauf von tierischen Produkten erfolgt ausschlie\u00dflich bei regionalen Bio-Bauern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ja, ganz gute Ans\u00e4tze \u2013 immerhin!&nbsp;Aber ginge noch mehr?&nbsp;<strong>Plastikm\u00fcll!<\/strong> Immer \u00f6fter diese Meldungen \u00fcber \u201eM\u00fcll im Ozean\u201c. Nein, nicht unser Problem! So dachten wir zumindest lange Zeit. Schlie\u00dflich landet unser M\u00fcll doch in der Rund Tonne der AVL und nicht im Ozean. Weit gefehlt wie sich, auch in eurem Blog nachlesbar, herausstellte. Angeregt durch eure Recherche zu diesem Thema war es f\u00fcr naheliegend mal zu \u00fcberpr\u00fcfen, wieviel Plastik denn in unserem Alltag steckt? Ganz sch\u00f6n viel mussten wir feststellen. Konsequent ohne Plastik einzukaufen \u2013 puhh, extrem schwer. Aber es gelingt immer besser. Nicht neu ist unser Einkauf im nahegelegenen Hofladen, indem wir schon seit Jahren unser Gem\u00fcse und Obst aus heimischen Anbau unverpackt einkaufen. Milch, Sahne, Joghurt kaufen wir nun konsequent in Gl\u00e4sern. Sehr sch\u00f6n ist es, dass auf dem Wochenmarkt in Asperg auch Quark in eigene, mitgebrachte Beh\u00e4lter gef\u00fcllt wird. Der Feinkostladen macht hier keine Ausnahme. Auch von ihm werden unsere mitgebrachten Beh\u00e4lter statt die handels\u00fcblichen Plastikbecher bef\u00fcllt. Was uns ganz besonders freut ist die Tatsache, dass in Ludwigsburg der erste&nbsp;<strong>Unverpackt-Laden&nbsp;<\/strong>er\u00f6ffnet hat.&nbsp;Im \u201eohne PlaPla\u201c lassen sich lose Lebensmittel selbst abf\u00fcllen und so Plastikverpackungen sparen \u2013 ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Angebot reicht von Basics wie Nudeln, Reis, Mehl, M\u00fcsli, Molkereiprodukte, \u00d6le \u00fcber N\u00fcsse, Backzutaten bis hin zu Gew\u00fcrzen, Kaffee und regionalen Spezialit\u00e4ten und vieles mehr.&nbsp;Unsere neuesten \u201eErrungenschaften\u201c sind&nbsp;<strong>Baumwollt\u00fccher mit Bienenwachs und Jojoba\u00f6l<\/strong> zum Verpacken und Frischhalten. Die T\u00fccher sind eine echte Alternative. Nix mehr Frischhalte- oder Alufolie! Und unsere W\u00e4sche waschen wir derzeit mit dem&nbsp;<strong>\u00d6ko-Waschball<\/strong>. Zum \u00d6ko-Waschball braucht man bei normaler Verschmutzung \u00fcberhaupt kein Reinigungsmittel zuzugeben \u2013 die Kleidung wird auch so hygienisch sauber und herrlich frisch! Eine geringe Zufuhr von Waschmittel wird nur bei hartn\u00e4ckiger Verschmutzung notwendig. Die im Waschball befindlichen kleinen K\u00fcgelchen aus nat\u00fcrlichen Mineralien geben im Kontakt mit Wasser negative Ionen ab. Diese Ionen l\u00f6sen den Schmutz aus der W\u00e4sche.&nbsp;<br>Der \u00d6ko-Waschball verspricht also: Geld, Zeit, Wasser und Energie zu sparen. Wir werden \u00fcber ihn und unsere weiteren&nbsp;<strong>\u201eUnverpackt\u2013Plastikfrei\u201c<\/strong> Erfahrungen berichten.&nbsp;(17. M\u00e4rz 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Sophia S., Medizinstudierende der Universit\u00e4t Ulm<\/strong>:  Als ich in der 8. Klasse war, hatten wir im Erdkundeunterricht das gro\u00dfe Thema Wirtschaft &#8211; und in dem Zuge die Verwendung von Ackerfl\u00e4chen. Daraufhin habe ich mich entschieden, <strong>Vegetarierin<\/strong> zu werden. Das war damals ein Riesenschritt f\u00fcr mich. Ich mochte (und mag) Fleisch sehr gerne. Aber nicht nur das. Meine Mama meinte, sie f\u00e4nde die Aktion furchtbar, werde auf keinen Fall jemals irgendetwas f\u00fcr mich extra kochen. Bei jeder Gelegenheit erw\u00e4hnte sie beil\u00e4ufig: &#8222;Teenager und ihre verr\u00fcckten Phasen&#8230;&#8220;<br>Mein Papa war noch viel schlimmer. Zu der Zeit a\u00df er dreimal am Tag Fleisch und versuchte immer, mich beim Essen mit irgendwelchen Kommentaren zu reizen. St\u00e4ndig kam die sehr witzige und \u00e4u\u00dferst originelle Anmerkung &#8222;Du isst meinem Essen das Essen weg&#8220;. Heute: bin ich 22 und immer noch Vegetarierin. Diskutiere ich immer noch heftig mit meiner Familie. Aber: meine Mama kocht fast nur noch vegetarisch und mein Papa! macht eine vegetarische Fastenzeit. Als er mir das erz\u00e4hlt hat, dachte ich, er will mich verarschen :-). Mein Punkt ist: Beharrlichkeit zahlt sich aus. Es geht langsam bergauf. Und deswegen engagiere ich mich <strong>mit anderen Studierenden an der Uni Ulm f\u00fcr Nachhaltigkeit<\/strong>. (14. M\u00e4rz 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Christine von Parents for Future<\/strong>: Liebe Leute gro\u00df und klein, noch immer werden die demonstrierende Jugendlichen von den Politikern nicht ernst genommen. Sie werden verlacht, beschimpfen und gedem\u00fctigt! Sie k\u00e4mpfen f\u00fcr den Erhalt unserer wundersch\u00f6nen Erde und damit unseren einzigen Lebensraum. Unsere Familie geht demonstrieren. Details unter <a href=\"http:\/\/fridaysforfuture.de\">Fridays for Future<\/a>. (14. M\u00e4rz 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Sigrun K. aus Berlin<\/strong>: Ich wurde durch diesen Blog auch angeregt, mal unseren CO2 Verbrauch zu berechnen. Auf allen angegebenen Webseiten kommt immer heraus, dass wir eigentlich ganz gut sind, aber&nbsp;in einem viel zu gro\u00dfen, nicht sanierten Haus von 1969 leben. Unsere Mobilit\u00e4t h\u00e4lt sich in Grenzen, da wir Rentner sind und deshalb nicht mehr t\u00e4glich zur Arbeit fahren m\u00fcssen. Ansonsten fahren wir viel mit dem <strong>\u00d6PNV<\/strong>, das ist in Berlin auch gut zu machen. Eink\u00e4ufe zu Fu\u00df, schwere Sachen mit Auto, aber maximal 3 km pro Woche. Gegessen wird bei uns nur <strong>bio, <\/strong>wenn m\u00f6glich auch<strong> fair, regional <\/strong>und<strong> saisonal<\/strong>. Ich vegetarisch mit Fisch, mein Mann selten Fleisch. Abfall produzieren wir wenig, \u00fcberwiegend nur Biom\u00fcll, der kompostiert wird, und&nbsp;kaum vermeidbarer Verpackungsm\u00fcll, wenn ich es nicht schaffe in den <strong>Unverpacktladen<\/strong> zu fahren. F\u00fcr Brot, Obst und Gem\u00fcse habe ich lauter <strong>kleine Beutel<\/strong> aus alter Bettw\u00e4sche gen\u00e4ht. Bei den Frisch-Theken kann ich meine <strong>eigenen Gef\u00e4\u00dfe<\/strong> mitbringen. Die K\u00fcchenrolle habe ich durch selbst gen\u00e4hte Lappen ersetzt. Klarsichtfolie: Zum Abdecken von Speisen benutze ich Teller und aus einem alten Regenschirm habe ich Abdeckhauben gen\u00e4ht (einfach Gummiband angen\u00e4ht). Alle diese Ma\u00dfnahmen sind mit etwas Zeit verbunden, aber es lohnt sich, finde ich. Weniger Abfall und weniger Verbrauch von Rohstoffen wirkt sich nicht nur auf die CO2- Bilanz aus. Auch die <strong>Verschmutzung der Meere<\/strong> wird dadurch weniger. <strong>Durch Selber backen, kochen und n\u00e4hen<\/strong> spart man sehr viel Abfall. In einer Zeitung \u201eDer kleine Rabe Ralf\u201c stand in der aktuellen Ausgabe ein Bericht \u00fcber das \u201eSero\u201cSystem bei Pfandgl\u00e4sern. Im gesamten Ostblock muss es ein <strong>Pfandsystem<\/strong> gegeben haben, dass durch die Normierung der Flaschen und Gl\u00e4ser dazu gef\u00fchrt hat, dass man immer und \u00fcberall, alles abgeben konnte. Bei uns dagegen gibt es unendlich viele Gl\u00e4serarten f\u00fcr Marmelade, Gurken usw. Auch \u201eTo Go\u201c w\u00e4re durch ein Pfandsystem mit Tassen, die in jedem Caf\u00e9 abzugeben w\u00e4ren, besser. (9. M\u00e4rz 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Susanne und Heiko, Bonn: <\/strong>Wer kennt es nicht, das in vielen Diskussionen h\u00e4ufig vorgebrachte Argument:&nbsp;<strong>Was kann ich als Einzelner denn schon \u00e4ndern und warum soll eigentlich immer Deutschland die Welt retten?<\/strong> Erwiderungen, die uns im Grunde doch immer wieder sprachlos machen. Gleichzeitig fragen wir uns, wie wir der Auffassung unserer Gespr\u00e4chsteilnehmer entgegentreten k\u00f6nnen, um ein Umdenken zu bewirken. Gerade der&nbsp;<strong>Einzelne kann<\/strong> durch sein Verhalten&nbsp;<strong>einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten<\/strong>. Wir Deutschen sind h\u00e4ufig der Ansicht, in Sachen Klima- und Umweltschutz Mustersch\u00fcler zu sein. Doch ganz ehrlich, mit dieser Auszeichnung d\u00fcrfen wir uns schon seit einigen Jahren nicht mehr schm\u00fccken. In vielen Teilen des Klima- und Umweltschutzes haben kleinere und teils wirtschaftlich schw\u00e4chere L\u00e4nder den Rang eines Mustersch\u00fclers l\u00e4ngst von uns \u00fcbernommen. Gleichwohl ist es aber auch zutreffend, dass wir in Deutschland eine nicht unerhebliche Anzahl von vielversprechenden Ma\u00dfnahmen umgesetzt haben oder umsetzen und deren Realisierung teilweise auch aus \u00f6ffentlichen Mitteln f\u00f6rdern. Dabei ist erstaunlich, mit welch innovativen Ideen sich h\u00e4ufig gerade kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe, Schulen, Kommunen und Verb\u00e4nde engagieren, um aus eigenem Antrieb ihren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Was also h\u00e4lt den Einzelnen davon ab, auch etwas zu tun? Ist es h\u00e4ufig nicht nur die damit verbundene Ver\u00e4nderung des Gewohnten oder das eigene Handeln bewusst und kritisch zu hinterfragen? Nat\u00fcrlich w\u00e4re es zu begr\u00fc\u00dfen und auch w\u00fcnschenswert, in k\u00fcrzester Zeit &#8211; m\u00f6glichst morgen &#8211; unseren ganz pers\u00f6nlichen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck drastisch zu reduzieren. Doch wenn wir mal realistisch sind, dann wissen wir, dass es ein langer Weg bis zum angestrebten aber gleichwohl notwendigen Ziel ist. Doch jeder Einzelne kann nicht l\u00e4nger den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass es schon andere richten werden und der Kelch an uns und ihm vor\u00fcbergeht. Wir m\u00fcssen&nbsp;<strong>uns endlich auf den Weg machen<\/strong>, denn sonst werden wir nie ankommen. Wir k\u00f6nnen nicht so tun, als wenn alles so weitergehen kann. Jeder Einzelne ist gefragt und muss seiner&nbsp;<strong>Verantwortung gegen\u00fcber nachfolgenden Generationen<\/strong> und unserem einzigartig sch\u00f6nen Planten Erde gerecht werden. Jeder Bundesb\u00fcrger ist im Jahr durchschnittlich f\u00fcr etwas mehr als 11 Tonnen Treibhausgasemissionen &#8211; sein ganz pers\u00f6nlicher CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck &#8211; verantwortlich. Im Vergleich dazu liegt der CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df im weltweiten Durchschnitt bei etwa 4,9 Tonne pro Person und in Indien sogar bei nur etwa 1,9 Tonnen pro Person. Getreu dem Motto \u201eJede Tonne z\u00e4hlt\u201c stellt sich die Frage, wie kann der Einzelne in einem ersten Schritt seine ganz pers\u00f6nliche CO<sub>2&nbsp;<\/sub>Bilanz auch ohne einschneidende Ver\u00e4nderungen nachhaltig positiv beeinflussen. Wir setzen z.B. beim Einkauf &#8211; wo immer m\u00f6glich &#8211; auf&nbsp;<strong>regionale Produkte<\/strong>, wodurch weite Transportwege vermieden werden und somit zus\u00e4tzlich die regionale Wirtschaft gest\u00e4rkt wird. Wir haben schon vor vielen Jahren den Stromanbieter gewechselt und auf&nbsp;<strong>100% \u00d6kostrom<\/strong> umgestellt. Wer nunmehr glaubt, dass wir seither mehr Geld f\u00fcr den Strom ausgeben m\u00fcssen, der hat sich geirrt. Im Vergleich zu vielen anderen Stromanbietern, insbesondere den lokalen Stadtwerken, <strong>zahlen wir heute weniger f\u00fcr sauberen und gr\u00fcnen Strom.<\/strong> Wir achten auch darauf, den Stromverbrauch &#8211; wo immer m\u00f6glich &#8211; zu senken. Beim Kauf von Elektroger\u00e4ten ist die <strong>Energieeffizienzklasse<\/strong> ein entscheidendes Kaufkriterium und auch die sparsamste Lampe verbraucht unn\u00f6tig Strom, wenn sich niemand in den hell erleuchteten R\u00e4umen aufh\u00e4lt. Durch das richtige Vorgehen beim <strong>L\u00fcften der Wohnung <\/strong>k\u00f6nnen nicht nur Heizkosten gespart werden, es f\u00fchrt gleichzeitig zu einer Reduzierung der Emissionen. Geld gespart und gleichzeitig etwas f\u00fcr den Klimaschutz getan. Ja, wir haben ein Auto, doch wir nutzen immer h\u00e4ufiger mal das&nbsp;<strong>Fahrrad<\/strong>, erledigen k\u00fcrzere Strecken&nbsp;<strong>zu Fu\u00df <\/strong>oder mit&nbsp;<strong>\u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln<\/strong>. Dinge die nicht nur f\u00fcr die Umwelt und das Klima gut sind, sondern zus\u00e4tzlich unsere&nbsp;<strong>Gesundheit<\/strong> f\u00f6rdern. Es gibt zahlreiche kleine und unscheinbare Ver\u00e4nderungen im t\u00e4glichen Leben, mit denen der Einzelne zu einer Reduzierung seiner durchschnittlichen Treibhausgasemissionen beitragen kann. Allein die Umstellung auf 100% \u00d6kostrom w\u00fcrde bei einem Stromverbrauch von ca. 2.400 kWh eine CO<sub>2<\/sub> Reduzierung von ca. 0,7 Tonnen bedeuten. Ein&nbsp;<strong>bewussteres Konsumverhalten<\/strong>, ein etwas&nbsp;<strong>verminderter Verzehr von Fleischprodukten<\/strong> oder ein&nbsp;<strong>bewussteres Mobilit\u00e4tsverhalten<\/strong> w\u00fcrde dazu f\u00fchren, mindestens eine weiteren Tonne Treibhausgasemissionen einzusparen und zur CO<sub>2<\/sub> Reduzierung beizutragen. Wenn wir in Deutschland von einer Bev\u00f6lkerungszahl von etwa 81 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ausgehen, w\u00fcrde es gelingen, j\u00e4hrlich eine CO<sub>2<\/sub> Reduzierung von etwa 138 Millionen Tonnen zu erzielen. Diese einfachen Beispiele zeigen, jeder Einzelne kann kurzfristig durch sein Verhalten nachhaltig dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu senken. Der Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas liegt mir nicht nur aus beruflichen Gr\u00fcnden am Herzen, sondern ich und wir m\u00f6chten dazu beitragen, die&nbsp;<strong>Sch\u00f6nheit, die Vielfalt und die Einzigartigkeit unseres Lebensraums zu erhalten<\/strong>. Auf der Zeitachse der Erdgeschichte ist unser eigenes Leben nicht einmal die Dauer eines Wimpernschlags, und wir sollten bedenken, dass wir nur diesen einen Planeten Erde haben,&nbsp;<strong>einen Plan B gibt es nicht<\/strong>.&nbsp;Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn auch Ihr durch Euren ganz pers\u00f6nlichen Einsatz zur Rettung unseres Klimas und zum Umweltschutz beitragen w\u00fcrdet. (1. M\u00e4rz 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Melanie aus Erbach:<\/strong> Seitdem der Blog&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/\">klimaandmore.de<\/a>&nbsp;online ist, sind wir begeisterte Leser der Berichte. Zurzeit wird das Thema Umwelt- und Klimaschutz ja in den Medien oft aufgegriffen, was wichtig und gut ist, aber oftmals versteht man gewisse Zusammenh\u00e4nge nicht wirklich. In diesem Blog werden die Themen gut verst\u00e4ndlich und mit anschaulichen Vergleichen dargestellt. Man begreift pl\u00f6tzlich wirklich,&nbsp;<strong>wie ernst die Sache ist <\/strong>und dass&nbsp;<strong>jeder Einzelne dazu beitragen<\/strong> kann, etwas zu \u00e4ndern. Wir leben schon immer mehr oder weniger &#8222;umweltbewusst&#8220;, aber durch das Lesen des Blogs wurde uns nochmal mehr klar, dass man jeden Tag an sich arbeiten kann. Beim Einkaufen achten wir nun auch darauf, m\u00f6glichst&nbsp;<strong>wenig M\u00fcll<\/strong> zu produzieren, in dem wir unsere eigenen Taschen f\u00fcr Gem\u00fcse und Brot mitnehmen, keine Milch in Tetrapaks oder Joghurt in Bechern etc. mehr kaufen. Wir haben das Gl\u00fcck, auf dem Land zu wohnen und k\u00f6nnen Eier und Milch beim Bauern kaufen. Wurst, K\u00e4se und Gem\u00fcse kaufen wir oft auf dem Wochenmarkt. Hier bekommen wir die Dinge tats\u00e4chlich auch&nbsp;<strong>aus der Region<\/strong>. Nat\u00fcrlich muss man damit rechnen, mehr Geld f\u00fcr seinen Einkauf auszugeben, aber man spart auch manchmal dabei, weil man viel &#8222;unn\u00f6tiges Zeug&#8220; nicht mehr kauft und sich beim Einkaufen \u00fcberlegt, was wirklich n\u00f6tig ist. Wir kaufen nun auch Kosmetik oder Putzmittel mit anderen Augen ein, denn nicht nur die Verpackung gilt es zu vermeiden. Der Inhalt soll die Umwelt ja auch nicht belasten und sollte biologisch gut abbaubar sein. Wenn man sich ein bisschen damit besch\u00e4ftigt und im Internet recherchiert, findet man auch gute Tipps, wie man sich Naturkosmetik oder Putzmittel einfach selbst herstellen kann (es gibt \u00fcbrigens auch f\u00fcr Wattepads oder Damenbinden gute Alternativen). Der&nbsp;<a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/\">klimaandmore.de<\/a>&nbsp;Blog hat uns schon einige Denkanst\u00f6\u00dfe gegeben und wir werden auch weiter an uns arbeiten, denn da ist noch ganz viel Raum nach oben, aber man f\u00e4ngt ja schlie\u00dflich immer klein an. Unsere Kinder werden von uns miteinbezogen und das Spiel auf eurem Blog machen wir nat\u00fcrlich auch mit. Macht weiter so! (28. Februar 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Steffi aus W\u00fcrzburg<\/strong>: Durch den Blog angeregt versuche ich mich als \u201eEink\u00e4uferin\u201c der Familie in mehr&nbsp;<strong>Plastikvermeidung<\/strong>. So kaufe ich jetzt eher im Bioladen ein, wo viel Obst und Gem\u00fcse unverpackt ist. Zudem gehe ich gezielt in L\u00e4den, in denen es m\u00f6glich ist, ein Gef\u00e4\u00df f\u00fcr den Einkauf von Wurst und K\u00e4se zu nutzen und habe aufgeh\u00f6rt, in Plastik verpackte Wurst- und K\u00e4sewaren zu kaufen. Da stecken wir noch ganz in den Anf\u00e4ngen und es ist hier sicher noch viel mehr Umdenken notwendig. Da ich keine Lust zum Flaschenschleppen habe und es in Frankreich &#8211; wo ich mich fr\u00fcher gerne aufhielt &#8211; \u00fcblich ist, Leitungswasser zu trinken, trinken wir seit jeher&nbsp;<strong>Leitungswasser<\/strong>. Das Thema, welches wir beim Klimaschutz schon seit Jahrzehnten &#8211; selbst schon w\u00e4hrend unseres Studiums &#8211; am konsequentesten angehen, ist das Autofahren \u2013 oder eben das WENIG Fahren. Nicht so konsequent, dass wir kein Auto h\u00e4tten. Aber wir, eine vierk\u00f6pfige Familie, benutzen das Auto oft eine ganze Woche gar nicht. Im letzten Jahr hatten wir uns beim Autokauf daf\u00fcr entschieden, ein&nbsp;<strong>kleineres und sparsameres Auto<\/strong> zu kaufen (VW Passat zu VW Golf Sportsvan), welches uns dennoch gen\u00fcgend Platz f\u00fcr unsere Zelturlaube liefert. Bei all unseren Wohnungen haben wir immer darauf geachtet, dass sie in der N\u00e4he unserer Arbeit wohnen. Daf\u00fcr haben wir h\u00f6here Mieten in Kauf genommen, was wir aber dem Fahren mit dem Auto zur Arbeit oder gar einem zweiten Auto vorzogen. Wir sind uns bewusst, dass es ein gro\u00dfes Gl\u00fcck und Privileg ist, dass mein Mann und ich beide&nbsp;<strong>mit dem Rad<\/strong> zur Arbeit fahren k\u00f6nnen. Aber dennoch gab es auch bei uns mehrere Situationen, in denen wir automatisch immer das Auto benutzt haben. Zum einen das Einkaufen. Der Ansto\u00df, die Eink\u00e4ufe, auch den Wochenendeinkauf, mit dem Fahrrad zu erledigen, kam zwar aus einem anderen Bereich &#8211; Radfahren ist gut f\u00fcr mein arthritisches Knie &#8211; aber die Gedanken dazu sind dieselben wie f\u00fcr den Klimaschutz. Ich wollte von dem Automatismus wegkommen, bestimmte Wege immer mit dem Auto zur\u00fcckzulegen. Nun waren Wochenendeink\u00e4ufe mit Fahrradtaschen, auch wenn sie noch so gut sind, ziemlich nervig (und manchmal waren sie auch zu klein). Jetzt habe ich einen Trolley-Anh\u00e4nger, den ich mit in den Laden nehmen kann und zuhause bis in die K\u00fcche rollen kann. Seitdem kaufe ich meist per Rad ein &#8211; und der Automatismus, der sich eingeschlichen hatte, war weg.&nbsp;Der zweite Umdenkpunkt kam letztes Jahr, als wir vier Monate kein Auto zur Verf\u00fcgung hatten. Da habe ich bemerkt, dass manche Wege, f\u00fcr die wir dachten, es sei notwendig, sie mit dem Auto zurur\u00fcckzulegen, in nur zehn bis f\u00fcnfzehn Minuten geradelt sind. Dies erstaunte auch meine Freundinnen. Dieser Perspektivwechsel war sehr eindr\u00fccklich.&nbsp;Mit dem Radfahren tue ich auch Gutes f\u00fcr meine&nbsp;<strong>Gesundheit<\/strong> &#8211; gerade auch mit dem vielen Bergauffahren, welches in W\u00fcrzburg nicht ausbleibt. Vielleicht hilft es, nicht nur f\u00fcr den Klimaschutz auf etwas zu verzichten, sondern das Bewusstsein zu haben, f\u00fcr sich selbst noch etwas Gutes zu tun.&nbsp;Wir freuen uns \u00fcber weitere Themen im Blog als Denkanst\u00f6\u00dfe &#8211; und wir setzen uns nach und nach weiter damit auseinander.&nbsp; (27. Februar 2019)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Maria und Bernd W. aus Ulm<\/strong>: Eigentlich sind wir schon unser ganzes Leben umweltbewusst. Fahren bei Wind und Wetter, bei Regen und Schnee mit dem Rad zur Arbeit, haben einen naturbelassenen Garten mit vielen Insekten und Tieren. Aus diesem beziehen wir auch seit unz\u00e4hligen Jahren eigenes Obst und Gem\u00fcse, woraus wir leckere Kuchen und Gerichte zaubern. Der Klima and more Blog hat uns nochmal angeregt, unseren Strom zu wechseln, so dass wir nun unseren Strom aus <strong>erneuerbaren Energien<\/strong> beziehen \u2013 und f\u00fcr die kommenden drei Jahre \u201efahren\u201c wir sogar g\u00fcnstiger damit! (25. Februar 2019)<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Bereich sammeln wir individuellen Erfahrungen und Erfolge unserer erwachsenen LeserInnen. Schreibt uns einfach eine E-Mail (susanne.kuehl@klimaandmore.de) und wir stellen Eure Texte hier online. Wir freuen uns auf Eure Beitr\u00e4ge &#8211; jeder ist klasse und wichtig! Eure Familie K\u00fchl Familie A. , Landkreis M\u00fcnchen: Familienurlaub in Schweden mit dem Zug \u2013 kann das funktionieren? &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?page_id=702\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eErwachsene berichten\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"spay_email":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/PaMwRu-bk","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/702"}],"collection":[{"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=702"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/702\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4604,"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/702\/revisions\/4604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/klimaandmore.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}