{"id":196,"date":"2019-01-31T21:22:25","date_gmt":"2019-01-31T21:22:25","guid":{"rendered":"http:\/\/klimaandmore.de\/?p=196"},"modified":"2019-04-07T06:30:28","modified_gmt":"2019-04-07T06:30:28","slug":"unser-gelber-sack-der-beginn-einer-spurensuche-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=196","title":{"rendered":"Unser Gelber Sack \u2013 der Beginn einer Spurensuche, Teil 1"},"content":{"rendered":"\n<p>In unserem letzten <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=171\">Beitrag<\/a> zum Thema Plastikm\u00fcll haben wir herausgestellt, wie wichtig es ist, dass wir unseren Plastikm\u00fcll reduzieren. Wichtiges Argument war, dass selbst bei ordnungsgem\u00e4\u00dfem Recycling ein Teil unseres M\u00fclls dann doch den Weg in die Umwelt findet. Somit begaben wir uns in die Tiefen unseres Gelben Sackes&#8230;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Was erwartete uns da? Und wie k\u00f6nnen wir unsere Plastikm\u00fcll begrenzen? Hier wollen wir von unseren ersten Schritten berichten, mit welchen wir unseren Plastikm\u00fcll reduzieren konnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Quasi direkt ins Gesicht gesprungen sind uns bei Betrachtung unseres M\u00fclls zun\u00e4chst die vielen Joghurt- und Griesbreibecher mit den sehr leckeren So\u00dfen, Schokolinsen und sonstigen s\u00fc\u00dfen Leckereien zum Untermischen. Leider haben wir da schon an manchen Tagen in der Familie 5-6 Becher Abfall produziert. Auch die Milch in Tetra Paks war nicht zu \u00fcbersehen. Da fragten wir uns nat\u00fcrlich: muss das alles wirklich sein?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/GelberSack_Milch_Joghurt.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-208\" width=\"217\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/GelberSack_Milch_Joghurt.png 479w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/GelberSack_Milch_Joghurt-221x300.png 221w\" sizes=\"(max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es ab in den Supermarkt, in welchem wir nach Alternativen suchten. Beginnen wir mit dem <strong>Joghurt<\/strong>. Neben der Vielzahl an verschiedenen Joghurtsorten in Plastikbeh\u00e4ltnissen gab es auch Joghurt in Mehrweg-Glasbeh\u00e4ltnissen im Angebot \u2013 von verschiedenen Firmen und in verschiedenen Sorten. Da sagten wir uns: super, die nehmen wir! Aber: Tr\u00e4nen bei den Kindern, die sich schon so sehr an die bunte und s\u00fc\u00dfe Variante im Plastikbeh\u00e4ltnis gew\u00f6hnt hatten. Eine schnelle L\u00f6sung sahen wir, indem wir erstmal zus\u00e4tzlich Schokolinsen im Papprolle kauften. Auch kochen wir nun viel \u00f6fter selbst gemachten Griesbrei oder Milchreis. Der Vorteil dabei: man kann \u201eunauff\u00e4llig\u201c frische \u00c4pfel und sonstiges Obst hineinschneiden, etwas weniger Zucker hineingeben und schwupps, ist die Zwischenmalzeit der Kinder sogar noch gesund! Und was soll man sagen: nach kurzer Zeit war auch diese Variante der Zwischenmalzeit bei den Kindern mehr wie akzeptiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Alternative gibt es f\u00fcr die <strong>Milch<\/strong>? Nat\u00fcrlich die Milch in der Mehrwegglasflasche. Und es gibt auch gleich noch die Schlagsahne in der Pfandflasche. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussion mit Freunden und Bekannten kamen dann drei Gegenargumente zum Glaspfandsystem auf, die wir hier kurz beleuchten wollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vermeintliches Argument 1 gegen das Pfandsystem: Die Pfandflaschen und Gl\u00e4ser m\u00fcssen vor der Wiederbenutzung aufwendig gesp\u00fclt werden. \u00d6kologisch sei dies relevant, da bei diesem Prozess Energie hineingesteckt wird. Stimmt. Aber man sollte nicht vergessen, dass auch der Plastikm\u00fcll zur stofflichen Wiederverwertung gewaschen werden muss. Und wenn der Plastikm\u00fcll zu dreckig ist, wird er schlicht verbrannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vermeintliches Argument 2 gegen das Pfandsystem: Die Flaschen und Gl\u00e4ser seien schwer und der Transport im Hinblick auf unseren CO2 Fu\u00dfabdruck schlecht. Stimmt. Aber nach allem was wir gefunden haben, ist Mehrweg grunds\u00e4tzlich immer besser als Einweg, z.B. wenn die Mehrwegflasche entsprechend oft verwendet wird und damit der Rohstoffeinsatz gering ist. Hier werden allerdings in den Berechnungen Werte zwischen 7 und 50 Uml\u00e4ufe eingerechnet. Tats\u00e4chlich kann laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/umwelttipps-fuer-den-alltag\/essen-trinken\/mehrwegflaschen#textpart-1\">Auskunft des Bundesumweltamts <\/a> eine Mehrwegglasflasche bis zu 50 mal verwendet werden und dadurch wird die \u00d6kobilanz der Glasverpackung im Mehrwegsystem deutlich besser als die Plastikverpackung. Zum <a href=\"http:\/\/www.ifeu.de\/oekobilanzen\/pdf\/IFEU%20Handreichung%20zur%20Einweg-Mehrweg-Diskussion%20(13Juli2010).pdf\">gleichen Ergebnis der positiven \u00d6kobilanz<\/a> von Glasmehrweg mit 40 Uml\u00e4ufen kommt das Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung, Ifeu, Heidelberg. Wichtig bei der Einbeziehung des CO2 Fu\u00dfabdrucks ist allerdings, dass das Produkt und die Glasverpackung von einem regionalen Hersteller kommen sollte. Je weiter die Transportstrecke, um so schlechter wird die Bilanz f\u00fcr die Mehrwegglasflasche. Wenn Ihr also Joghurt, Milch oder Sahne im Mehrwegglas kauft, achtet darauf, dass Ihr lokale Produkte einkauft. Wenn Ihr nicht wisst, ob das Produkt lokal ist, schaut mal im Internet nach. Zumindest die gro\u00dfen Hersteller f\u00fchren dort auf, wo die Produkte abgef\u00fcllt werden.&nbsp;Dort findet Ihr unter Umst\u00e4nden auch deren Werte zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermeintliches Argument 3 gegen das Pfandsystem: Die Milch im Glas ist teurer als die Milch im Tetra Pak. Stimmt, insbesondere dann, wenn man gewohnt ist, zur g\u00fcnstigsten Milchvariante zu greifen. Am Ende muss hier jeder f\u00fcr sich entscheiden, was ihr\/ihm wichtig ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Andere M\u00f6glichkeiten, bei der Milch die Plastikverpackung einzusparen, ist nat\u00fcrlich, sich direkt beim Bauernhof um die Ecke einzudecken, oder sich an einem Milchautomaten oder einer Milchtankstelle zu versorgen, indem Ihr Euer mitgebrachtes Beh\u00e4ltnis auff\u00fcllt. Ob dies bei Euch in der N\u00e4he m\u00f6glich ist, findet Ihr zum Beispiel hier heraus:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/milchautomaten-direktvermarkter.de\">Milchautomaten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Damit k\u00f6nnt Ihr dann gleich auch die Bauern in der Umgebung unterst\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit f\u00fcr uns: Mit dem Umstieg auf die Mehrwegoption ist unser Verpackungsm\u00fcll dramatisch geschrumpft. Wie viel es dann am Ende geworden ist, dazu mehr in einem der n\u00e4chsten Beitr\u00e4ge.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch interessant:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/die-antwort\/2019-03\/plastikverpackung-verpackungsgesetz-grassroots-projekte-plastikmuell-umweltschutz\">https:\/\/www.zeit.de\/die-antwort\/2019-03\/plastikverpackung-verpackungsgesetz-grassroots-projekte-plastikmuell-umweltschutz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem letzten Beitrag zum Thema Plastikm\u00fcll haben wir herausgestellt, wie wichtig es ist, dass wir unseren Plastikm\u00fcll reduzieren. Wichtiges Argument war, dass selbst bei ordnungsgem\u00e4\u00dfem Recycling ein Teil unseres M\u00fclls dann doch den Weg in die Umwelt findet. 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