{"id":3812,"date":"2021-05-26T21:19:39","date_gmt":"2021-05-26T21:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3812"},"modified":"2021-05-27T12:48:17","modified_gmt":"2021-05-27T12:48:17","slug":"unsere-sack-challenge-teil-3-and-the-winner-is","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3812","title":{"rendered":"Unsere Sack-Challenge Teil 3: And the Winner is\u2026."},"content":{"rendered":"\n<p>Aus und vorbei: Die Gelbe-Sack-Challenge der Familien Aigle und K\u00fchl endet nach knapp einem halben Jahr, genau genommen nach 20 Wochen und 10 Abfuhrterminen. Ein ausreichender Zeitraum, das eigene Verhalten beim Umgang mit M\u00fcll zu reflektieren und Bilanz zu ziehen. Zudem die spannende Frage: Welche Familie hat nun die Challenge gewonnen und weniger M\u00fcll produziert? Und: <strong>Kann man eigentlich auch Plastik-frei leben&#8230;?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bei dieser, unserer zweiten Challenge, stand zur Abwechslung Familie K\u00fchl mit einem hauchd\u00fcnnen Vorsprung ganz oben auf dem Siegertreppchen. Insgesamt \u00fcber die 5 Monate hatte sich im gelben Sack der&nbsp;<strong>Familie K\u00fchl 4,41 kg<\/strong>, in dem von&nbsp;<strong>Familie Aigle 4,54 kg<\/strong>&nbsp;Plastikm\u00fcll angesammelt. Ein Wert, der bei einer Durchschnittsfamilie in Deutschland innerhalb von ca. 2 Wochen entsteht (siehe <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3693\">zweiter Beitrag<\/a> zur Challenge). Interessant, was beide Familien in dieser Zeit an Plastikm\u00fcll eingespart haben: Fr\u00fcher w\u00e4ren in dieser Zeitspanne pro Familie 25-30 kg entstanden, bei einer deutschen Durchschnittsfamilie sogar 40 kg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"429\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-1024x429.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3815\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-1024x429.png 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-300x126.png 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-768x321.png 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-1536x643.png 1536w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Plastik_Diagramm_3-1-2048x857.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption><strong>Abbildung: <\/strong>Entwicklung des Sackgewichts \u00fcber die 10 Abfuhrtermine von Januar bis Mai 2021 (Familie Aigle in Blau, Familie K\u00fchl in Rot). Das Ausgangsgewicht im Jahr 2019 einer Sack-Abholung lag f\u00fcr Familie Aigle bei 2,5 kg, f\u00fcr Familie K\u00fchl bei 3 kg. Das Sackgewicht einer Durchschnittsfamilie in Deutschland betr\u00e4gt ca. 4 kg (Details M\u00fcllaufkommen in Deutschland <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3693\">hier<\/a>). KW, Kalenderwoche.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Beide Familien konnten schon vor Beginn der Challenge ihr Plastik-M\u00fcllaufkommen um 70-80% reduzieren und dieses Niveau \u00fcber die gesamte Challenge halten. Die Werte schwankten im Bereich von 850 g und 320 g. Im Mittel lag das Sackgewicht bei 450 Gramm pro Abfuhrtermin und Familie. Aber was sagen die beiden Familien dazu?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Familie Aigle:<\/strong>&nbsp;Nach den ersten Wiegungen waren wir erstmal erfreut, dass das mit dem Reduzieren funktioniert. Dennoch war uns Familie K\u00fchl schnell voraus. Also mussten wir uns etwas einfallen lassen &#8211; und haben es tats\u00e4chlich geschafft, in der zweiten H\u00e4lfte Werte unter 500 g pro Abfuhr zu kommen. Dabei konnten wir in KW17 mit nur 320 g Plastikm\u00fcll sogar den Bestwert der Challenge erreichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Plastik in der K\u00fcche:<\/strong>&nbsp;Entscheidend in der 6-monatigen Challenge war die Konsequenz. Im Unterschied zu fr\u00fcher haben wir den w\u00f6chentlichen Gro\u00dfeinkauf nicht mehr im Supermarkt erledigt, sondern haben konsequent den <a href=\"http:\/\/www.unverpackt-vollgepackt.de\">Unverpacktladen<\/a> sowie den Wochenmarkt aufgesucht. Au\u00dferdem haben wir eine regionale <a href=\"https:\/\/www.ecosia.org\/search\/?q=albgartle&amp;addon=safari&amp;addonversion=4.2.1.51\">Bio-Gem\u00fcsebox<\/a> bestellt, in welcher auch Bio-Joghurt und Bio-Milch im Mehrweg-Glas geliefert wird. Zudem verzichteten wir konsequent auf Fertiggerichte &#8211; ein Mehrgewinn f\u00fcr Umwelt UND unsere Gesundheit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Plastik im Bad:&nbsp;<\/strong>Hier sind festes Deo, Shampoo und Duschgel inzwischen zum Standard geworden \u2013 der immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Auswahl an tollen Produkten zum Dank! Bereits vorhandene Beh\u00e4lter f\u00fcr Bodylotion und Fl\u00fcssigseife lassen sich im Unverpacktladen leicht wieder auff\u00fcllen. Gleiches gilt f\u00fcr Reinigungsmittel aller Art.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unvermeidbares:<\/strong>&nbsp;Nach wie vor gibt es einige Produkte, die leider kaum unverpackt erh\u00e4ltlich sind (z.B. Frischk\u00e4se, Schmand). Einen Strich durch die Rechnung machten uns auch verschiedene Anschaffungen von Elektroger\u00e4ten und B\u00fcrobedarf, sowohl im Onlinehandel als auch in Gesch\u00e4ften vor Ort, da dadurch stets Verpackungsm\u00fcll entstanden ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Fazit:&nbsp;<\/strong>Der eigene M\u00fcllberg l\u00e4sst sich durchaus reduzieren \u2013 vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit hierf\u00fcr. Den bewussten Einkauf auf dem Markt oder im Unverpacktladen empfinden wir nicht als Stress. Auch sind wir bereit, f\u00fcr regionale, biologische, unverpackte und zumeist fair gehandelte Produkte einen Preis zu bezahlen, der die Wertigkeit der Produkte widerspiegelt. An anderer Stelle, z.B. durch den Verzicht von Fertigprodukten, welche meist v\u00f6llig \u00fcberteuert sind, sparen wir wiederum ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Familie K\u00fchl:<\/strong>&nbsp;Da wir unseren Plastikm\u00fcll bereits <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=248\">vor 2 Jahren<\/a> massiv reduziert hatten, bestand f\u00fcr uns haupts\u00e4chlich die Herausforderung darin, ob es gelingen kann, fast komplett auf Plastik zu verzichten. Gescheitert ist dieser Versuch z.B. daran, dass mehrere Geburtstage in der Challenge-Zeit lagen und insbesondere bei den Kinderspielsachen viel Verpackungsm\u00fcll entstand. Auch haben wir f\u00fcr die borstigen Haare unserer Mama noch keine Haar-Kur ohne Plastikverpackung gefunden, womit diese halbwegs geschmeidig werden. Im Moment sehen wir hier nur zwei L\u00f6sungen: eine Kur in Plastik ODER schnipp-schnapp, Haare ab. Da wir au\u00dferdem gerne noch mehr auf tierische Produkte verzichten w\u00fcrden, stehen wir weiterhin vor dem Dilemma, dass vegane Lebensmittel wir Margarine oder Sojamilch in unserer n\u00e4heren Umgebung nahezu ausschlie\u00dflich in Plastik erh\u00e4ltlich sind. Mal sehen, wie wir dies alles in Zukunft l\u00f6sen k\u00f6nnen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Probleme &#8211; Dosen und Einweg-Glas verzerren das Bild: <\/strong>Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir zumindest noch erw\u00e4hnen, dass auch \u201egewichtige\u201c Blechdosen im gelben Sack entsorgt werden. Alleine eine Dose wiegt, je nach Gr\u00f6\u00dfe, schnell mal \u00fcber 50 g. Beispiele hierf\u00fcr sind eingelegte Fr\u00fcchte oder Tomatensauce, welche in Dosen, Tetra Paks oder auch im Einmalglas angeboten werden. Der Ersatz durch Einmalglas ist dabei auch kein wirklich nachhaltiger Weg. Einen \u00e4hnlichen Aspekt hatten wir beim Vergleich von <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=268#more-268\">PET Flaschen<\/a> und Mehrwegglas bereits mal diskutiert. Beide Familien haben daher versucht, neben Plastik auch Dosen und Einwegglas zumindest zu reduzieren. Denn die beste Verpackung ist eben gar keine Verpackung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesamtfazit:<\/strong>&nbsp;Beide Familien waren \u00fcberrascht, dass durch die Challenge ein bisher un\u00fcberlegter Vorgang, wie es das Wegwerfen von M\u00fcll oft ist, zu einer bewussten Handlung wird. So \u00fcberlegen wir nun beim Wegwerfen von M\u00fcll, wo nun schon wieder dieser Becher, diese Dose oder diese Plastikverpackung herkommt und ob der M\u00fcll nicht auch vermeidbar gewesen w\u00e4re. Ein bewusstes Konsumverhalten ist der Anfang, um eingefahrene Verhaltensmuster zu ver\u00e4ndern.&nbsp;<strong>Gelernt haben wir, dass es m\u00f6glich ist, Plastik im gro\u00dfen Umfang zu reduzieren; aber auch, dass das neue Einkaufsmuster erlernt werden muss und leider mit mehr Zeit und Geld einhergeht.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Challenge ohne Preis geht nat\u00fcrlich nicht: Familie K\u00fchl darf sich nun auf ein regional-unverpacktes-Dinner zubereitet von Familie Aigle freuen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr\u00fchere Beitr\u00e4ge zur Sack-Challenge:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Sack-Challenge Teil 2: Wieviel Plastikm\u00fcll entsteht in einer deutschen Durchschnittsfamilie? <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3693\">Link<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sack-Challenge Teil 1: Der Start <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3667\">Link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus und vorbei: Die Gelbe-Sack-Challenge der Familien Aigle und K\u00fchl endet nach knapp einem halben Jahr, genau genommen nach 20 Wochen und 10 Abfuhrterminen. 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