{"id":4430,"date":"2022-09-25T13:52:59","date_gmt":"2022-09-25T13:52:59","guid":{"rendered":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=4430"},"modified":"2022-09-25T13:52:59","modified_gmt":"2022-09-25T13:52:59","slug":"sommerurlaub-ohne-auto-zwei-erlebnisberichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=4430","title":{"rendered":"Sommerurlaub ohne Auto &#8211; zwei Erlebnisberichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Familienurlaub mit der Bahn wird oftmals als zu teuer, wenig komfortabel oder zum Teil als nicht umsetzbar eingesch\u00e4tzt. Aber stimmt das auch? Mit diesem Blogbeitrag m\u00f6chten wir mal wieder einen pers\u00f6nlichen Einblick geben. Vor zwei Jahre endete die <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=3350\">Mobilit\u00e4tschallenge<\/a> der Familien Aigle und K\u00fchl. Zeit mal wieder zu schauen, wie sich das Mobilit\u00e4tsverhalten heute darstellt. Wir berichten \u00fcber unsere <strong>Urlaubserlebnisse ohne Auto und Flugzeug<\/strong>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Fangen wir mit den Aigles an:<\/strong>\u00a0Dieses Jahr ging es nach\u00a0<strong>Slowenien<\/strong>\u00a0&#8211; mit der Bahn. Gepackt wurde nat\u00fcrlich m\u00f6glichst sparsam und jedes Familienmitglied nahm einen Ziehkoffer und Tagesrucksack mit (vgl. Abb. 1). Nach einigen Diskussionen fanden auch noch die Luftmatratze, der Schwimmdelphin und die Taucherflossen Platz. Man kann also nicht sagen, dass wirklich etwas Wichtiges gefehlt hat. Die Reise ging gegen 10 Uhr morgens mit dem Stadtbus zum Hauptbahnhof los und weiter mit dem Eurocity direkt von Ulm nach Ljubljana, alles in gut 7 Stunden. Der Zug war p\u00fcnktlich und wir erreichten wie geplant am fr\u00fchen Abend unser Ziel. Als jeder seinen Platz hatte, kehrte Entspannung ein und mit Lesen und H\u00f6rspielen verging die Zeit. Die Zugstrecke durch die Alpen \u00fcber Salzburg und Villach ist ein Erlebnis und die Landschaft kann im Unterschied zum Auto deutlich bewusster wahrgenommen werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Nach drei Tagen in Ljubljana ging die Reise mit einem regionalen \u00dcberlandbus weiter und nach 2 Stunden Fahrt erreichten wir Strunjan, einen kleinen Ort an der K\u00fcste Sloweniens. Angekommen an der Bushaltstelle galt es, sich erstmal zu orientieren und den Weg zur Ferienwohnung auszukundschaften, um dann die etwa 1 km Fu\u00dfweg zur Ferienwohnung zur\u00fcckzulegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Ort sind wir ohne Mietwagen ausgekommen. Verschiede Ortschaften und Sehensw\u00fcrdigkeiten in der N\u00e4he waren bei entsprechender Planung mit dem Bus erreichbar. Zum Teil unternahmen wir auch Wanderausfl\u00fcge und fuhren mit dem Bus zur\u00fcck. Eine Flexibilit\u00e4t, die mit PKW nicht gegeben ist. Auch stand keine Parkplatzsuche an, von Parkplatzgeb\u00fchren ganz zu schweigen. Allerdings: nicht jeder Bus war p\u00fcnktlich, aber alle kamen. Insgesamt ist der \u00d6PNV in Slowenien gut ausgebaut. An zwei Tagen haben wir Fahrr\u00e4der ausgeliehen, um damit die Umgebung zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck von Strunjan nach Ulm ging es wieder mit dem Zug. Jedoch hatten wir keine Direktverbindung wie auf der Hinfahrt, Umstiege in Villach und M\u00fcnchen waren notwendig. Beide Anschl\u00fcsse wurden zum Gl\u00fcck knapp erreicht. Im worst-case h\u00e4tten wir in Villach oder M\u00fcnchen \u00fcbernachten m\u00fcssen. Etwas Nervenkitzel war also schon dabei und alle waren froh, als wir p\u00fcnktlich gegen 23 Uhr in Ulm ankamen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Fazit:&nbsp;<\/strong>F\u00fcr uns war der Urlaub ohne Auto eine positive Erfahrung. Wir haben die Umgebung zu Fu\u00df, mit dem Rad und den regionalen Busverbindungen bewusst erkundet. Voraussetzung hierf\u00fcr war eine gewisse Tagesplanung, die sich am Busfahrplan orientierte. Die Zugfahrten empfanden wir im Vergleich zur Reise mit dem PKW als entspannter und die Landschaft sowie die Zeit als Familie konnten wir genie\u00dfen. Auch&nbsp;<strong>kostenseitig<\/strong>&nbsp;war der Urlaub ohne PKW g\u00fcnstiger: Setzt man 30 ct\/km f\u00fcr den eigenen PKW an, so liegen die Kosten, konservativ gerechnet, bei 2.000 km Fahrstrecke (1.400 f\u00fcr Hin- und R\u00fcckfahrt sowie 600 km f\u00fcr Ausfl\u00fcge) bei 600 \u20ac. F\u00fcr die Zugtickets f\u00fcr Hin- und R\u00fcckfahrt hatten wir 300 \u20ac als 4-k\u00f6pfige Familie bezahlt sowie nochmals 200 \u20ac f\u00fcr Bustickets und Fahrr\u00e4der vor Ort. Insgesamt haben wir also etwas eingespart. Auch aus&nbsp;<strong>\u00f6kologischer Sicht<\/strong>&nbsp;schneiden Bus und Bahn besser ab als der PKW. Gem\u00e4\u00df Angaben des Umweltbundesamtes h\u00e4tten wir dem PKW 304 kg CO2&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/2FA0476B-4E19-43A1-B812-3D6365A3F287#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;verursacht. Mit Bus und Bahn betr\u00e4gt der CO<sub>2<\/sub>-Footprint unserer Urlaubsreise nur 86 kg CO2&nbsp;<sup>1<\/sup>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4436\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-300x169.jpg 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-768x432.jpg 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Reisebricht-Blog-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Abbildung 1: Gep\u00e4ck der Familie Aigle.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Familie K\u00fchl:<\/strong>&nbsp;Wir verbrachten unseren Urlaub in diesem Sommer in&nbsp;<strong>\u00d6sterreich<\/strong>. Zun\u00e4chst 5 Tage am Achensee, dann 5 Tage in Innsbruck. Ja, auch wir nahmen f\u00fcr An- und Abreise Bus und Bahn. Auf dem Programm stand haupts\u00e4chlich wandern und ein wenig baden, so dass wir unsere Reiseutensilien problemlos in unseren Rucks\u00e4cken und Ziehkoffern unterbrachten. F\u00fcr die&nbsp;<strong>Hinreise<\/strong>&nbsp;ben\u00f6tigten wir 4 Stunden und 3 Umstiege. Erst mit dem Bus zum Ulmer Hauptbahnhof, dann mit dem Zug \u00fcber M\u00fcnchen nach Jenbach (\u00d6sterreich) und von Jenbach weiter mit dem Bus nach Pertisau am Achensee. Da der Zug ein paar Minuten zu sp\u00e4t in Jenbach ankam, mussten wir dort 50 Minuten auf den Anschlussbus warten. Was aber nicht schlimm war, ein gutes Buch vertrieb die Wartezeit. F\u00fcnf Tage sp\u00e4ter ging es weiter nach Innsbruck. So stiegen wir wieder in den Bus nach Jenbach und von dort 2 Stationen mit dem Zug nach Innsbruck (Dauer insgesamt 69 Minuten). Die&nbsp;<strong>Heimreise<\/strong>&nbsp;von Innsbruck ging dann wieder mit dem Zug \u00fcber M\u00fcnchen und vom Ulmer Hauptbahnhof mit dem Bus nach Blaustein zur\u00fcck. Dauer ca. 5 Stunden. Hatten wir unsere Reiseziele erreicht, so ben\u00f6tigten wir keine Verkehrsmittel mehr. Alles, was wir brauchten (Dorfladen, Caf\u00e9, Wanderrouten, Badesee), war fu\u00dfl\u00e4ufig erreichbar. Da neben der Versp\u00e4tung der Deutschen Bahn auch immer gerne die Reisekosten als negativ aufgef\u00fchrt werden, hier ein kurzer&nbsp;<strong>Kostenvergleich<\/strong>&nbsp;unserer Reise mit \u00d6PNV versus Pkw. F\u00fcr den Zug haben wir f\u00fcr 4 Personen insgesamt 120 Euro gezahlt, vor Ort noch mal 60 Euro, macht insgesamt 180 Euro. Mit dem Auto w\u00e4ren wir 600 km gefahren, was bei 30 Ct\/km mit etwa 200 Euro zu veranschlagen gewesen w\u00e4re. Au\u00dferdem h\u00e4tten wir in Innsbruck noch Parkgeb\u00fchren in de Innenstadt zahlen m\u00fcssen. Wir haben also leicht, wenn auch nicht viel gespart. H\u00e4tten wir die Zugtickets fr\u00fcher gebucht, w\u00e4re vielleicht noch mehr drin gewesen. Vom CO<sub>2<\/sub>&nbsp;ganz zu schweigen, obwohl wir uns gar nicht erst die M\u00fche gemacht haben, hier nach zu rechnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Fazit:<\/strong>&nbsp;Urlaub mit Bahn und Bus ist m\u00f6glich, kosteng\u00fcnstiger und umweltfreundlicher, als eine Reise mit Auto oder gar Flugzeug (vergleiche auch unsere Berichte <a href=\"https:\/\/klimaandmore.de\/?cat=89\">hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"393\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-1024x393.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4437\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-1024x393.png 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-300x115.png 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-768x295.png 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-1536x589.png 1536w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urlaub-2048x786.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Abbildung 2: Pertisau am Achensee (links) und Innsbruck (rechts).&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FA0476B-4E19-43A1-B812-3D6365A3F287#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Bei 152 g\/CO2 f\u00fcr PKW, 50 g\/CO2 f\u00fcr Fernz\u00fcge, 36g\/CO2 f\u00fcr Fernbusse, vgl.: https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/bild\/vergleich-der-durchschnittlichen-emissionen-0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Familienurlaub mit der Bahn wird oftmals als zu teuer, wenig komfortabel oder zum Teil als nicht umsetzbar eingesch\u00e4tzt. 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