{"id":635,"date":"2019-03-06T18:41:18","date_gmt":"2019-03-06T18:41:18","guid":{"rendered":"http:\/\/klimaandmore.de\/?p=635"},"modified":"2019-11-25T12:33:09","modified_gmt":"2019-11-25T12:33:09","slug":"immer-in-eile-wie-to-go-die-umwelt-belastet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klimaandmore.de\/?p=635","title":{"rendered":"Immer in Eile &#8211; wie TO GO die Umwelt belastet"},"content":{"rendered":"\n<p>Alle haben sich wohl schon dran gew\u00f6hnt, den <strong>Kaffee im Becher<\/strong> oder den <strong>Smoothie im Plastikbecher<\/strong> mitzunehmen. Oder auch das Pizzast\u00fcck auf die Hand und vieles mehr. Alles muss heute schnell und bequem am besten nebenher gehen \u2013 und am Ende leidet \u2013 oft neben der Gesundheit &#8211; auch die Umwelt darunter&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"424\" src=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/coffee_to_go-1-1024x424.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-646\" srcset=\"https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/coffee_to_go-1-1024x424.png 1024w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/coffee_to_go-1-300x124.png 300w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/coffee_to_go-1-768x318.png 768w, https:\/\/klimaandmore.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/coffee_to_go-1.png 1506w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Sowohl die <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/fileadmin\/user_upload\/download\/Projektinformation\/Kreislaufwirtschaft\/Coffee_to_go\/Coffee-to-go_Hintergrund.pdf\">Umwelthilfe<\/a> als auch das Bundesumweltamt kommen in ihren Untersuchungen auf vergleichbare Zahlen: stattliche 2,8 Milliarden <strong>Coffee TO GO Becher<\/strong> werden pro Jahr in Deutschland genutzt und damit nach wenigen Minuten des Genusses sogleich wieder weggeworfen. Das sind <strong>320.000 Einwegbecher in einer Stunde<\/strong> oder 89 Becher pro Sekunde \u2013 und das nur in Deutschland. H\u00e4ufig werden dazu Pappbecher verwendet und damit dem Nutzer vorgespielt, dass es sich um eine saubere Alternative f\u00fcr die Umwelt handelt. Geworben wird damit, dass das Papier f\u00fcr die Becher aus einem kontrollierten Anbau komme und der Becher recycelt werden k\u00f6nne.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich sieht die Sache aber leider anders aus. Eine gro\u00dfe Anzahl der Becher wird in den Stra\u00dfen in Papierk\u00f6rbe bzw. M\u00fclleimer geworfen, die direkt in den Restm\u00fcll und damit in der M\u00fcllverbrennung landen. Eine relevante Anzahl wird aber auch einfach fallen oder irgendwo stehen gelassen. Dadurch verschmutzen die Innenst\u00e4dte durch achtlose Zeitgenossen. H\u00e4ufig sind diese Becher noch durch einen Plastikdeckel verschlossen. Praktisch, wenn man unterwegs ist, weniger praktisch, wenn der Becher schnell und einfach entsorgen werden soll&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft landen die Pappbecher auch im Altpapier, damit sie vermeintlich dem Papier-Recycling zugef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich wird aber auch hier der gr\u00f6\u00dfte Teil verbrannt. Der Grund daf\u00fcr ist relative simpel: Die Becher sind von innen mit einer d\u00fcnnen Plastikschicht \u00fcberzogen, so dass diese f\u00fcr ein Recycling praktisch unbrauchbar sind und aussortiert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt entstehen durch die Nutzung dieser Becher enorme Mengen M\u00fcll.&nbsp;<strong>40.000 Tonnen M\u00fcll \/ Jahr<\/strong> in Deutschland sch\u00e4tzt die Umwelthilfe alleine f\u00fcr die Kaffeebecher , das Bundesumweltamt kommt auf deutlich h\u00f6here&nbsp;<strong>100.000 Tonnen<\/strong>, hat dabei aber auch andere Einwegbecher in der Rechnung. Denn eigentlich ist das Problem doch gr\u00f6\u00dfer. Die TO GO Mentalit\u00e4t verleitet uns ja auch dazu, andere Getr\u00e4nke im Einweg-Plastikbecher zu trinken, z.B. den leckeren Smoothie. Auch andere Produkte wie Obstst\u00fccke werden seit einiger Zeit im Einweg-Plastikbecher angeboten. Aber bleiben wir mal bei der kleineren Zahl von 40.000 Tonnen Abfall f\u00fcr die Kaffeebecher. Im Vergleich zu <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/sites\/default\/files\/medien\/2546\/publikationen\/aufkommen_und_verwertung_von_verpackungsabfaellen_in_deutschland_im_jahr_2016_final.pdf\">18 Millionen Tonnen Verpackungsm\u00fcll<\/a> (Zahl f\u00fcr 2016) klingt die Zahl klein &#8211; gerade mal 0,22 % des Verpackungsm\u00fclls. Wir sehen das hier anders. 0,22% des Verpackungsm\u00fclls werden alleine durch ein einziges Produkt verursacht \u2013 das unserem reinen Luxus dient, seien wir mal ehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist Abhilfe auf individueller Ebene ganz einfach: In der Kantine \/ Mensa \/ Cafeteria seinen&nbsp;<strong>eigenen Becher mitbringen<\/strong> und das Getr\u00e4nk daraus genie\u00dfen. Dort, wo das nicht m\u00f6glich ist, kann man auch Mehrwegtassen und -becher verwenden, z.B. in dem man den&nbsp;<strong>Kaffee im Sitzen<\/strong> beim B\u00e4cker oder im Kaffee genie\u00dft \u2013 und so ganz klassisch eben mal die Hektik des Alltags auf gesunde Weise ausschlie\u00dft. Und mehr und mehr Leute sehen das auch als eine Erh\u00f6hung ihrer Lebensqualit\u00e4t an. Auch gibt es mittlerweile in vielen St\u00e4dten Mehrwegbecher mit Pfandsystem. An einer Stelle den Becher mit Pfand ausleihen, an einer anderen Stelle diesen wieder abgeben und das Pfand zur\u00fcckerhalten.&nbsp;<strong>Recup <\/strong>wird dieses bundesweite <a href=\"https:\/\/recup.de\">Pfandsystem<\/a> genannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Habt Ihr Euch an der einen oder anderen Stelle in diesem Artikel wiedererkannt? Dann \u00e4ndert es. Wenn Ihr mal nicht auf ein schnelles Getr\u00e4nk oder Gericht verzichten wollt, achtet darauf, wie diese mitgegeben werden. In einer Plastik- oder Papiert\u00fcte, auf einem Pappteller mit oder ohne Beschichtung?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir benutzen bei der Arbeit zumeist wiederverwertbare Becher \u2013 der Pappbecher kommt fast gar nicht mehr zum Zuge. Auch auf Reisen achten wir darauf. Zum Beispiel kaufen wir vor der Reise keinen Cappuccino im Pappbecher mehr, sondern haben einen Kaffee schon daheim getrunken oder gehen, wenn wir uns dies leisten wollen, w\u00e4hrend der Zugfahrt im Bordbistro vorbei. So wird auch die Zugfahrt etwas kurzweiliger.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch interessant:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2017-08\/kaffeebecher-pfand-nachhaltigkeit-umweltschutz\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2017-08\/kaffeebecher-pfand-nachhaltigkeit-umweltschutz\/komplettansicht<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/die_antwort\/2019-01\/umweltschutz-einwegbecher-alltag-umweltbewusstsein-kaffeebecher-alternative\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/die_antwort\/2019-01\/umweltschutz-einwegbecher-alltag-umweltbewusstsein-kaffeebecher-alternative\/komplettansicht<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle haben sich wohl schon dran gew\u00f6hnt, den Kaffee im Becher oder den Smoothie im Plastikbecher mitzunehmen. Oder auch das Pizzast\u00fcck auf die Hand und vieles mehr. 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