Über uns

Von der Ausbildung her sind wir beide Naturwissenschaftler. Susanne ist promovierte und habilitierte Biologin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Ulm in Forschung und Lehre tätig. Michael ist promovierter Biochemiker und als Universitätsprofessor in Ulm tätig. Zu unseren aktuellen Forschungsthemen gehört beispielsweise auch die Frage, welche Auswirkungen Pestizide und Herbizide auf aquatische, d.h. im Wasser lebende, Tiere haben.

Als Wissenschaftler sehen wir es als unsere Aufgabe an, auch die Öffentlichkeit über aktuelle Forschungsergebnisse zu informieren. Die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen erscheint uns eine elementare Aufgabe der Wissenschaft zu sein. So haben wir vor einigen Jahren begonnen, uns an entsprechenden Veranstaltungen in Ulm zu beteiligen, beispielsweise über die Bedeutung der Stammzellforschung in der Regenerativen Medizin. Zuletzt haben wir die zunehmende Informationsflut über den Klimawandel oder die Verschmutzung unserer Umwelt durch Plastikmüll in den verschiedenen Medien wahrgenommen. Je mehr wir uns mit diesen Themen beschäftigten, fielen uns zwei Dinge auf. Erstens: selbst als vermeintlich gut gebildete Bürger haben wir viele (wissenschaftliche) Hintergrundinformationen zu dieser Thematik schlichtweg nicht gekannt und auch viele Zusammenhänge nicht gesehen. Bei der wöchentlichen Lektüre der wichtigsten wissenschaftlichen Fachzeitschriften schaut man dann doch meist nur auf einige wenige Artikel des eigenen Faches. Zweitens: häufig widersprechen sich verschiedene Artikel in der Tagespresse. So haben wir uns als Wissenschaftler auf die Suche nach den wissenschaftlichen Fakten und Hintergründen zu Klima and more relevanten Themen begeben und wollen hier darüber berichten. 

Im Alltag haben wir das Thema Klima- und Umweltschutz lange selbst verdrängt, da aufgrund der beruflichen und familiären Tätigkeiten die Zeit oder einfach die Kraft gefehlt hat, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Oder, weil wir es schlichtweg nicht besser wussten, welche Konsequenzen unser Handeln hat. Wie groß ist eigentlich unser individueller Beitrag zum Klimawandel, zum Plastikverbrauch, zur Reduktion der Artenvielfalt? Und natürlich haben wir uns auch gefragt, wie wir diesen Beitrag reduzieren können, ohne gleich massive Einschränkungen in unserem Lebensstandard zu haben. Letzteres ist natürlich sehr subjektiv und jeder mag Einschränkungen anders bewerten. Inzwischen sind wir uns jedoch sicher, dass jede und jeder von uns einen individuellen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten kann. Unser Blog wird ergänzt durch öffentliche Vorträge oder Aktivitäten an z.B. Schulen oder auf Festen. Auch engagieren wir uns bei den Scientists for Future. Michael koordiniert hier die Regionalgruppe Ulm.

Was wollen wir nun mit diesem Blog und den Vorträgen erreichen? 

Einerseits wollen wir die Informationen, die wir selbst recherchiert haben, anderen möglichst verständlich zur Verfügung stellen. Als Wissenschaftler sind wir es gewohnt, unsere Arbeiten nach den Prinzipien der Wissenschaftlichkeit auszurichten. Dazu gehört immer ein solides Recherchieren der Fakten und die Angabe der Quellen. So wollen wir es auch hier halten, damit sich jede/r Interessierte/r bei Bedarf die Quellen im Detail studieren kann. In den Blogbeiträgen integriert finden sich von uns (hoffentlich) verständlich formulierte Zusammenfassungen mit einfachen Illustrationen zu relevanten Themen. Im Blog erscheinen kontinuierlich Einzelbeiträge zu Gebieten, die uns zum jeweiligen Zeitpunkt wichtig erscheinen. 

Andererseits wollen wir berichten, mit welchen Veränderungen wir selbst etwas für unsere eigene Klima- und Umweltbilanz erreicht haben, privat aber auch in unserem Berufsalltag an der Universität.  Diese Berichte sehen wir als Anregungen für die Leser unseres Blogs. Vielleicht mag sich dadurch manch eine/r animiert sehen, an der einen oder anderen Stelle selbst etwas zu ändern – in seinem Bereich als Individuum oder UnternehmerIn. Tatsächlich haben wir bereits auch in persönlichen Gesprächen mit Freunden und Bekannten sehr positive Erfahrungen gemacht. Nach so manchem Gespräch haben wir das Feedback erhalten, dass jemand in Zukunft vermehrt auf die Einwegplastikflasche verzichtet, Flugreisen effizienter plant, reduziert und kompensiert oder sich Gruppen für Nachhaltigkeit angeschlossen hat. Dies hat uns darin bestätigt, unseren eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten. 

Eines erscheint an dieser Stelle jedoch wichtig: manche Vorschläge helfen dabei, Geld zu sparen. Andere Veränderungen kosten am Ende des Tages dann doch etwas Geld und nicht jeder kann sich alle unsere Tipps leisten. Umgekehrt gilt aber: wer mehr verdient, kann auch mehr für den Klima- und Umweltschutz beitragen. 

In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß bei der hoffentlich regelmäßigen Lektüre unseres Blogs. Wir für unseren Teil würden uns sehr freuen, wenn wir manche/n Leser/in bei ihrem/seinem Beitrag für einen besseren Klima- und Umweltschutz unterstützen können.

Blaustein, den 27. Juni 2019

PD Dr. Susanne Kühl und Prof. Dr. Michael Kühl